Jahr: 2011

Update zum Jahresende

Damit es so kurz vor Jahresende auch noch mal etwas anderes von mir zu lesen gibt als Buchzitate und Rezensionen, melde ich mich heute mal wieder mit einem kurzen Update/Zusammenfassung/Wasauchimmer zu Wort. Zunächst habe ich in der letzten Woche die Bücher „Mein Winter mit Grace“ und „Der Poet der kleinen Dinge“ zu Ende gelesen. Beide haben mir ganz gut gefallen und die Rezensionen werden bei Gelegenheit in den nächsten Tagen geschrieben (weil ich gestern Abend zu faul dazu war 😉 ). Außerdem habe ich – wie sollte es auch anders sein – gleich das nächste Buch angefangen. Und zwar Sharon Owens „Das Café der kleinen Träume“: Mitten in der Großstadt gibt es einen Ort, den die Zeit vergessen hat: Das Café von Penny und Daniel.  Doch während ihre Gäste guten Tee und den legendären Kirschkuchen genießen, wird Penny von Sorgen geplagt. Das Café muss renoviert werden – und auch ihr Leben könnte frische Farbe vertragen. Als Penny etwas zu ändern versucht, muss sie erkennen, dass es für alles eine Zeit gibt: eine Zeit, um zu …

[REZENSION] Herman Koch: »Angerichtet«

Herman Koch Angerichtet Originaltitel: Het Diner Kiepenheuer & Witsch 1. Auflage, 2010 Hardcover Seiten: 309 ISBN: 978-3-462-04582-6 Ein Abend im Sternerestaurant. Zwei Elternpaare. Eine lebenswichtige Entscheidung. Zwei Ehepaare – zwei Brüder und ihre Frauen – haben sich zum Essen in einem Spitzenrestaurant verabredet. Sie sprechen über Filme und Urlaubspläne und vermeiden zunächst das eigentliche Thema: die Zukunft ihrer Söhne Michel und Rick. Die beiden Fünfzehnjährigen haben etwas getan, das ihr Leben für immer ruinieren kann. Paul Lohmann will das Beste für seinen Sohn. Und ist bereit, dafür weit zu gehen. Sehr weit. Auch die anderen am Tisch haben ihre eigenen, geheimen Pläne zur Lösung des Problems. Während des Essens brechen die Emotionen auf, schwelende Konflikte zwischen den Brüdern entladen sich, und auf einmal steht eine Entscheidung im Raum, die drei der vier mit aller Macht verhindern wollen. »Angerichtet« ist mal wieder ein Buch, das eine Kollegin in der Buchhandlung gut fand und das ich mir deshalb irgendwann aus der Leseex-Kiste gefischt habe, bevor es im Papiercontainer landen konnte. Ich hatte bei Titel und Klappentext zugegebenermaßen …

[REZENSION] Jakob Arjouni: »Der heilige Eddy«

Jakob Arjouni Der heilige Eddy Diogenes 1. Auflage, August 2010 Taschenbuch Seiten: 245 ISBN: 978-3-257-24017-7 Inhalt Was für ein dummer Zufall: Ausgerechnet vor Eddys Wohnungstür gerät der derzeit meistgehasste Mann Berlins ins Stolpern – Imbissbuden-Millionär und Heuschreckenkapitalist Horst König. Das Letzte, was Eddy – ein sympathischer Trickbetrüger, der sich mit dem Ausnehmen betuchter Leute ein Leben als Musiker samt bürgerlicher Fassade im linksalternativen Kreuzberg finanziert – gebrauchen kann, ist die Aufmerksamkeit der Polizei. So wenig wie die von Königs Bodyguards, die draußen auf ihren Chef warten. Zwar weiß sich Eddy zunächst zu helfen, doch dann gerät die Geschichte außer Kontrolle. Der Fall Horst König wird zum Berliner Medienereignis und dessen Familie zum Freiwild für Boulevardjournalisten, während der vermeintliche Mörder von Presse und Bevölkerung zum Volkshelden aufgespielt wird. Eddy plagt das schlechte Gewissen, und gerne würde er sämtliche Missverständnisse aufklären. Am liebsten gegenüber Königs schöner und exzentrischer Tochter Romy. Meine Meinung »Der heilige Eddy« ist wiedermal ein Buch, das ich zu Buchhändlerzeiten aus der Leseexemplar-Kiste gefischt und dann vergessen hatte. Aber da das Buch mit 246 …

Für die S(ch)atzkiste #18

»Weihnachtsfrieden bedeutet, dass man so tun muss, als wäre man froh und glücklich und stünde mit allen Mitmenschen auf bestem Fuß. Weihnachten ist eine Lüge, welche die Familien um kerzenbestückte tote Bäume versammelt, eine aus nichtssagenden Gesprächen gesponnene und unter kiloweise Buttercreme vergrabene Lüge, an die kein Mensch glaubt.« (Delphine de Vigan: »No & ich«)

[REZENSION] Rachel Cohn/David Levithan: »Dash & Lilys Winterwunder«

Rachel Cohn/David Levithan Dash & Lilys Winterwunder Originaltitel: Dash & Lily’s Book of Dares cbt 1. Auflage, 2011 broschiert Seiten: 318 ISBN: 978-3-570-16116-1 Ist so etwas wirklich möglich? Du bist in deinem Lieblingsbuchladen und gehst an den Regalen entlang. Du lässt deine Blicke schweifen. Du bleibst an einer Stelle stehen, wo einer deiner Lieblingsautoren seinen Platz hat, und da findest du plötzlich, zwischen die vertrauten Buchrücken geklemmt, ein rotes Notizbuch. Was tun? Darauf kann es doch wohl nur eine Antwort geben.  Du ziehst das Notizbuch heraus und blätterst darin herum. Und dann folgst du den Anweisungen, die dir dort gegeben werden. Als der sechzehnjährige Dash drei Tage vor Weihnachten in seiner Lieblingsbuchhandlung ein rotes Notizbuch findet, in dem ein unbekanntes Mädchen den Finder zu einem geheimnisvollen Such-und-Find-Spiel auffordert – vorausgesetzt, der Finder ist jugendlich, männlich und nicht schwul – nimmt er die Herausforderung an. Doch statt das Buch wie gefordert ins Regal zurückzustellen, spielt er das Spiel nach seinen eigenen Regeln. In den folgenden Tagen schicken sich Dash und Lily abwechselnd durch das weihnachtliche New …

Für die S(ch)atzkiste #17

»Dass man das Fehlen einer Menge durch eine Zahl ausdrückt, versteht sich nicht von selbst. Das Fehlen eines Gegenstands oder einer Person lässt sich besser durch ein ›gibt es nicht‹ (oder ›nicht mehr‹) ausdrücken. Zahlen bleiben abstrakt, und die Null drückt weder das Fehlen noch den Schmerz aus.« (Delphine de Vigan: »No & ich«)

[REZENSION] Ransom Riggs: »Die Insel der besonderen Kinder«

Ransom Riggs Die Insel der besonderen Kinder Originaltitel: Miss Peregrine’s Home  for Peculiar Children PAN 1. Auflage, November 2011 Hardcover Seiten: 415 ISBN: 978-3-426-28368-4 Manche Großväter lesen ihren Enkeln Märchen vor. Doch was Jacob von seinem Großvater hörte, war viel mehr als nur eine Geschichte: Abraham erzählte von einer Insel, auf der merkwürdige Kinder mit außergewöhnlichen Fähigkeiten leben. – Und von den Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind. Inzwischen ist Jacob ein Teenager und glaubt schon lange nicht mehr an die Schauergeschichten seines Großvaters. Bis zu dem Tag, an dem Abraham unter mysteriösen Umständen stirbt … Meine Meinung »Die Insel der besonderen Kinder« fiel mir durch die Erwähnung auf anderen Buchblogs auf, die ich regelmäßig verfolge. Da mich die Geschichte und auch das Cover des Buches ansprachen, bestellte ich mir das Hardcover dann auch recht schnell und spontan. Die Aufmachung des Buches ist nicht unbedingt alltäglich. Im Inneren finden sich eine ganze Menge Fotos, die die Geschichte illustrieren und auch die Kapitelanfänge sind recht interessant gestaltet. Damit macht das Buch schon beim Anschauen …

Einblicke, Ausblicke und so weiter

Ich glaube, ich habe lange nicht mehr so viel und gern gelesen wie jetzt im Moment. Da ich momentan mit einer Erkältung kämpfe, die mich nachts schlecht schlafen lässt, habe ich in einer der letzten Nächte „Dash & Lilys Winterwunder“ ausgelesen. Normalerweise sind reine Liebesgeschichten ja nicht so mein Ding. Da muss es mindestens noch eine Nebenhandlung geben. Gibt es in dem Fall nicht und trotzdem konnte mich das Buch begeistern und fesseln, sodass ich am liebsten gar nicht mehr aufhören wollte, zu lesen. Und obwohl mich der zweite Teil etwas enttäuscht hat, kann ich das Buch trotzdem nicht weniger gut finden. Die Rezension folgt demnächst, ebenso wie die Rezension zu Ransom Riggs „Die Insel der besonderen Kinder“. Und da ich vor dem Einschlafen immer meine abendliche Lesestunde brauche, habe ich quasi nahtlos das nächste Buch angefangen: Richard Paul Evans‘ „Mein Winter mit Grace“. Salt Lake City, 1962. Eric ist erst vor Kurzem mit seinen Eltern in die Stadt gezogen. Zufällig trifft er an einem eiskalten Herbsttag auf die Ausreißerin Grace und gewährt ihr Unterschlupf …

[REZENSION] Sally Nicholls: »Wie man unsterblich wird – Jede Minute zählt«

Sally Nicholls Wie man unsterblich wird Jede Minute zählt Originaltitel: Ways to live forever dtv 1. Auflage, Mai 2010 Taschenbuch Seiten: 197 ISBN: 978-3-423-62455-8 »Fünf Tatsachen über mich: 1. Ich heiße Sam. 2. Ich bin elf Jahre alt. 3. Ich sammle Geschichten und interessante Tatsachen. 4. Ich habe Leukämie. 5. Wenn du das hier liest, bin ich vermutlich tot.« Was würdest du tun, wenn du nur noch wenige Wochen zu leben hättest? Der elfjährige Sam hat genaue Vorstellungen davon: Er will Horrorfilme schauen, einen Weltrekord aufstellen und Teenager sein, mit allem, was dazugehört. Gemeinsam mit seinem ebenfalls krebskranken Freund Felix macht er sich daran, die Punkte auf seiner Liste zu erfüllen. Die Ergebnisse dokumentiert er in seinem Buch – ein Buch über ihn, seine Krankheit und über das Leben. Meine Meinung Nachdem ich bereits Jenny Downhams »Bevor ich sterbe« und »Oskar und die Dame in Rosa« von Eric-Emmanuel Schmitt gelesen hatte, die dasselbe Thema behandeln, kaufte ich nach einer Empfehlung auch dieses Buch. Und obwohl die drei Bücher sich sehr ähnlich sind, war auch dieses …