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[REZENSION] Anna Gavalda: »Zusammen ist man weniger allein«

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Anna Gavalda
Zusammen ist man weniger allein

Originaltitel: Edward’s Eyes
Hanser
1. Auflage, 2010
Hardcover
Seiten: 91
ISBN: 978-3-446-23589-2

Eine verrückte Wohngemeinschaft am Fuß des Eifelturms.
Vier grundverschiedene Menschen wagen einen Neubeginn:
Camille (26) ist belesen, künstlerisch begabt, beängstigend dürr und arbeitet nachts in einer Putzkolonne, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Philibert (36) ist der letzte Spross eines verarmten Adelsgeschlechts – er kann die Geschichte der französischen Könige im Schlaf hersagen, stottert aber erbärmlich, wenn er vor einer Frau steht. Er verkauft Postkarten in einem Museum und hütet vorübergehend eine riesige Wohnung voller alter Bilder und Möbel. Franck (34) schuftet als Koch in einem Feinschmeckerlokal und braucht sein bisschen Freizeit für Mädchen, Motorräder und seine Großmutter Paulette (86), die sich vehement dagegen wehrt, in ein Altersheim abgeschoben zu werden.

Eine bewegende Geschichte über vier völlig verschiedene Menschen, die sich gegenseitig wieder aufbauen und aus dem Schlamassel ziehen. Anna Gavalda erzählt mit viel Witz und Gefühl, der Leser verfolgt die Entwicklung der Charaktere, erlebt tiefsinnige Dialoge und Szenen, in denen man sich ein Schmunzeln nur schwer verkneifen kann.

Auf jeden Fall lesenswert.

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