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[REZENSION] David Safier: »Mieses Karma«

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David Safier
Mieses Karma

Rowohlt
1. Auflage, 2008
Taschenbuch
Seiten: 282
ISBN: 978-3-499-24455-1

»Der Tag, an dem ich starb, hat nicht wirklich Spaß gemacht.«

Die Moderatorin Kim Lange hat sich auf der Karriereleiter nach oben geboxt und erlebt nun den Tag des Triumphes: Sie gewinnt den Deutschen Fernsehpreis. Blöd nur, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer herabstürzenden Raumstation erschlagen wird.
Im Jenseits trifft sie auf Buddha, der ihr erklärt, dass sie in ihrem Leben zu viel mieses Karma gesammelt hat – und bekommt prompt die Quittung dafür. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, hat zwei Fühler, sechs Beine und einen überproportional großen Hintern: Sie ist eine Ameise!
Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet und ihre Tochter eine andere Frau »Mama« nennt. Doch als Ameise ist sie machtlos. Es gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärts geht!

Wer Fernsehserien wie »Nikola« oder »Mein Leben und ich« gesehen hat, der kennt David Safiers Art von Humor bereits. Auch seine Bücher sind gesprickt mit locker-frechen Dialogen und allerhand interessanten Ideen, die vor allem das Thema Reinkarnation auf amüsante Weise behandeln. (In etwa die Wiedergeburt Hitlers als Darmbakterie oder sich vegetarisch ernährende Hunde.)
Safiers kurzer, einfacher Schreibstil und die rasante Handlung machen »Mieses Karma« zu einem kurzweiligen Lesevergnügen für Urlaub, Zugfahrt oder vor dem Einschlafen.

Zu empfehlen für alle, die gerade Lust auf leichte Unterhaltung haben.

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