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[REZENSION] Michael Morpurgo: »Warten auf Anya«

Michael Morpurgo
Warten auf Anya

Originaltitel: Waiting for Anya
Carlsen
1. Auflage, Juli 2009
Hardcover
Seiten: 176
ISBN: 978-3-551-58146-4

Der zwölfjährige Jo wächst in einem französischen Pyrenäendorf auf und verbringt seine Zeit am liebsten beim Schafehüten in den Bergen. Seit sein Vater im Krieg ist, kümmert er sich allein mit Mutter und Großvater um Haus und Hof. Eines Tages trifft er draußen auf einen Fremden, der ihm sein Geheimnis offenbart – und Jo um Hilfe bittet. Er soll ihm dabei zur Seite stehen, jüdische Kinder über die Berge nach Spanien zu bringen und ihnen somit zur Flucht vor den deutschen Besatzern zu verhelfen.

»Warten auf Anya« ist ein eher ruhiger Roman, der weniger durch Spannung und viel mehr durch seine Atmosphäre und Dramatik überzeugt. Zudem lernt man die Geschichte des Zweiten Weltkrieges einmal aus einem anderen Blickwinkel kennen – Romane über Krieg und Holocaust gibt es viele, aber Kinder, die über die Pyrenäen nach Spanien flüchten, dürften eine Seltenheit sein.

Michael Morpurgo ist ein berührender und zugleich lehrreicher Roman gelungen, der nicht nur Kindern und Jugendlichen von Mut und Zusammenhalt erzählt.

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