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[REZENSION] Rachel Ward: »Numbers – Den Tod im Blick«

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Rachel Ward
Numbers – Den Tod im Blick

Originaltitel: Numbers
Chicken House
1. Auflage, 2010
Broschiert
Seiten: 362
ISBN: 978-3-551-52007-0

Wenn die dreizehnjährige Jem jemandem in die Augen sieht, dann sieht sie eine Zahl. Diese Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird.

Jem ist ein verschlossenes Mädchen aus schwierigen Verhältnissen. Als kleines Kind musste sie mit ansehen, wie ihre Mutter an einer Überdosis Drogen starb und wird seitdem von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht. Sie vertraut niemandem und lässt keinen an sich heran. Bis sie den verrückten, hibbeligen Spinne kennenlernt. Mit ihm ist alles anders. Mit ihm kann sie zum ersten Mal glücklich sein.
Doch bei einem Spaziergang am London Eye passiert es: Alle Menschen um Jem haben plötzlich dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Jetzt. Hier.
Die Jugendlichen fliehen und werden plötzlich zu Gejagten: der Polizei, der Medien, der Menschen.
Doch das ist nicht alles. Denn Jem weiß, dass auch Spinne nur noch wenige Tage zu leben hat.

»Numbers« ist ein Buch, das mich tatsächlich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat, sodass ich das komplette Buch in einer einzigen Nacht durchgelesen hatte. Wohlgemerkt musste ich am nächsten Morgen zur Arbeit, doch ich konnte das Buch einfach nicht mehr weglegen.
Da man die Geschichte durch Jems Augen sieht und von Anfang an weiß, dass Spinne sterben wird, fiebert man umso mehr mit den Jugendlichen und besonders mit Jem, die verzweifelt versucht, ihre Gabe zu verstehen und das Unvermeidbare zu verhindern. Als Leser möchte man die Figuren nehmen, schütteln, auf den rechten Weg bringen. Retten. Doch man ist machtlos, rast mit ihnen unaufhaltsam auf das Ende zu. Ein Ende, von dem man weiß, dass es kommen wird – die Frage ist nur, wie.

»Numbers« ist Nervenkitzel der besonderen Art, ohne dabei großartig blutig oder gewalttätig werden zu müssen. – Nichts für schwache Nerven.

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