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[REZENSION] Suzanne Collins: »Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele«

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Suzanne Collins
Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele

Originaltitel: The Hunger Games
Oetinger
1. Auflage, 2009
Hardcover
Seiten: 414
ISBN: 978-3-7891-3218-7

Nordamerika in ferner Zukunft: Das Kapitol regiert Panem mit eiserner Hand und beutet die zwölf Distrikte als Rohstofflieferanten aus. In Erinnerung an den blutigen Krieg, in dem die Distrikte einst gegen das Kapitol aufbegehrten und in dem Distrikt 13 dem Erdboden gleichgemacht wurde, veranstalten die Obersten zudem jedes Jahr die »Hungerspiele«: Aus jedem Distrikt müssen zwei Jugendliche im Alter von zwölf bis sechzehn in der Arena zu einem grausamen Spiel antreten, das nur einer von ihnen überleben darf.
Als das Los auf ihre kleine Schwester Prim fällt, meldet sich die sechzehnjährige Katniss Everdeen freiwillig als Tribut für Distrikt 12, den ärmsten aller Distrikte. Neben ihr wird Peeta ausgelost – der Junge, der Katniss schon einmal das Leben gerettet hat.
Bei der Eröffnungsfeier gesteht Peeta vor laufenden Kameras seine Liebe zu Katniss, die nun in der Arena seine Gegnerin sein soll …

Selten hat mich ein Buch so fasziniert und gefesselt wie dieses. Suzanne Collins wirft den Leser in eine Welt, die so fantastisch ist und gleichzeitig so realistisch scheint, dass es einem beim Lesen stellenweise kalt den Rücken runterläuft. Dazu kommen gut ausgearbeitete, authentische Charaktere und eine Story, die einfach mitreißt.
Dramatik und Gesellschaftskritik, verpackt in eine atmosphärisch großartige Geschichte, die einen so schnell nicht loslässt.

Leider können Band zwei (»Gefährliche Liebe«) und Band drei (»Flammender Zorn«) dem ersten Band der Trilogie meiner Meinung nach nicht das Wasser reichen, da die Geschichte hier zunehmend absurd wird und sehr an ihrer anfänglichen Spannung verliert. Schade.


2 Kommentare

  1. Das ist eins dieser Buchreihen, deren Erfolg mich aufs Neuste überrascht. Einfach aus dem grund, weil es wirklich keine überdurchschnittlich guten Bücher sind. Klar, schlecht sind sie nicht, aber die ganzen Lobhudeleien finde ich maßlos übertrieben. gerade die Thematik ist absolut nichts neues, sondern lehnt sich an das Buch "Menschenjagd" von Stephen King an. Das ist z.B. ein Klassiker, den man definitiv gelesen haben soltle – gerade wenn man "Panem" mag…

    • Huch, na da hat es ja jemanden in die verstaubtesten Ecken meines Blogs verschlagen.

      Was man von einem Buch hält, ist nun mal immer Geschmackssache. Die meisten Bücher, die ewig auf den Bestsellerlisten stehen, begeistern mich kein bisschen und werden trotzdem überall gelobt. Man muss es nicht verstehen, aber andere Menschen scheinen das Buch nun mal offensichtlich zu mögen.

      Die Trilogie um Panem ist thematisch natürlich nichts bahnbrechend Neues, es gibt viele solcher Bücher. "Battle Royale" wäre ein Beispiel, das es wohl besser trifft als King.
      Die Bücher von Suzanne Collins sind Jugendbücher und sollen junge Leser ansprechen. Der Schreibstil ist einfach, fesselnd und lässt den Leser mitfühlen und mitleiden. Die Geschichte ist (zumindest im ersten Band) spannend und das Lesen macht Spaß. Was braucht ein gutes Buch mehr?

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