Monate: September 2011

[REZENSION] Florian Beckerhoff: »Frau Ella«

Florian Beckerhoff Frau Ella Ullstein 1. Auflage, 2010 Taschenbuch Seiten: 315 ISBN: 978-3-548-28276-8 Frau Ella, rüstige 87, soll am Auge operiert werden. Völlig unnötig, findet sie, und dann auch noch unter Vollnarkose! Zum Glück begegnet ihr in der Klinik der junge Sascha. Er entführt die alte Dame aus dem Krankenhaus und quartiert sie vorerst in seiner Wohnung ein. Nur für eine Nacht, so glauben beide. Doch dann kommt alles anders. Nachdem eine Kollegin das Buch vorgestellt und für gut befunden hatte, habe ich es mir mit der letzten Buchbestellung schließlich zugelegt. Cover und Klappentext lassen eine unterhaltsame, kurzweilige Geschichte vermuten, wobei ich das Cover nur bedingt passend finde. Der Inhalt hält, was das Äußere verspricht. Bereits die ersten Seiten sind sehr unterhaltsam, denn in Frau Ellas Krankenhauszimmer hat es einen Wasserrohrbruch gegeben, den außer ihr noch niemand bemerkt hat. Nicht genug, dass ihr ein Auge den Dienst versagt, nein, jetzt muss sie auch noch fürchten, im Krankenhaus zu ertrinken! Darauf hatte sie ihr Hausarzt nicht vorbereitet. Da ihr eigenes Zimmer vorerst nicht mehr bewohnbar ist, …

Neues Buch, neues Glück

Gerade habe ich beschlossen, dass ich Cormac McCarthys „Die Straße“ nicht zuende lesen werde. Es ist ein wirklich interessantes und außergewöhnliches Buch, aber der Schreibstil ist mir im Moment einfach zu anstrengend, um dabei so was wie Spaß am Lesen zu haben. Vermutlich wurde das Buch aber auch einfach nicht dafür geschrieben. Vielleicht versuche ich es später nochmal damit. Obwohl ich jetzt schon weiß, wie es ausgeht – die letzten Seiten musste ich dann vor dem Weglegen doch noch schnell überfliegen. 😛 Da sich mein Bücherstapel hier im Berliner Urlaubsdomizil so langsam dem Ende zuneigt (so wie meine Semesterferien …) und nur noch aus zwei Büchern besteht, habe ich mich kurzerhand für „Die Rebellion der Maddie Freeman“ entschieden. Mal wieder eine Empfehlung meiner ehemaligen Kollegin und da ich von ihrer letzten Empfehlung („Der Märchenerzähler“, Antonia Michaelis) so begeistert war, versuche ich es jetzt mal damit. Andernfalls hätte ich das Buch im Laden vermutlich nie angerührt – pink ist nicht gerade meine bevorzugte Buchfarbe. Nun ja. Ich bin gespannt. Und ich werde berichten. 😉

[REZENSION] Royce Buckingham: »Dämliche Dämonen«

Royce Buckingham Dämliche Dämonen Originaltitel: Demonkeeper Blanvalet 6. Auflage, November 2009 Taschenbuch Seiten: 222 ISBN: 978-3-442-26574-9 Inhalt Nathan Grimlock hat von seinem Pflegevater eine undankbare Aufgabe geerbt: Er soll ein Haus voller Dämonen hüten. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn die kleinen Biester nicht auf ihren Hüter hören wollen. Und ausgerechnet, als Nate ein einziges Mal mit einem Mädchen ausgeht, geschieht das Unfassbare: Das TIER bricht aus – eine riesige Bestie, die seit Jahren tief unten im Keller eingesperrt war. Nate ist klar: Das menschenfressende Monster muss unbedingt wieder eingefangen werden, bevor es überall Chaos verbreiten kann. Zu allem Überfluss taucht auch noch Nates böser Vorgänger auf, der die Dämonen mit Gewalt unterjochen und Nathan den Job des Dämonenhüters streitig machen will. Zusammen mit der Bibliothekarin Sandy, dem Straßenjungen Richie und seinen drei dämonischen Gehilfen beginnt für Nathan ein Wettlauf gegen die Zeit. Meine Meinung Dass ich das Buch an nur einem Abend ausgelesen hatte, hat zwei Gründe: Erstens hat der Roman nur 222 Seiten und zweitens hätte ich das Buch vermutlich nie …

Durchlesene Nächte

Nachdem ich die letzten beiden Nächte so ziemlich mit Lesen verbracht habe und letzte Nacht anschließend kurzerhand auf dem Sofa eingeschlafen bin, habe ich „Indigosommer“ von Antje Babendererde ausgelesen. Das Buch hat mich so ab der Hälfte dann doch noch überzeugen können und zum Ende hin wurde es noch recht spannend. Rezension folgt. 😉 Damit gehe ich nahtlos zum nächsten Buch über: „In diesem Haus ist die Hölle los! Nathan Grimlock hat von seinem Pflegevater eine undankbare Aufgabe geerbt: Er muss ein Haus voller Dämonen hüten und verhindern, dass seine nervtötenden Schützlinge überall Chaos verbreiten – vor allem das TIER, das tief unten im Keller haust, darf auf keinen Fall entkommen! Eines Tages jedoch geschieht die Katastrophe: Das TIER bricht aus. Und es hat großen Hunger auf Menschenfleisch. Doch als ob das nicht schon schlimm genug wäre, halten es ein paar der Dämonen für Ehrensache, Nathan zu helfen, das Monster wieder einzufangen – ob ihr Hüter es nun will oder nicht …“ Nachdem ich meinem Freund beim letzten Büchereinkaufsbummel dieses Buch in die Hand gedrückt …

Ich lese gerade: Indigosommer

  „Ein einsamer Strand am Pazifik, ein Ozean ohne Grenzen, ein Ort voller Magie. Das ist La Push für die Austauschschülerin Smilla, die gemeinsam mit ihren Freunden im Indianerreservat ihr Camp aufschlägt.  Doch warum begegnet Conrad, einer der Einheimischen, der Surferclique so feindselig? Was verbergen Alec und Josh, die schon im Jahr zuvor an diesem Strand gezeltet haben? Durch eine schicksalhafte Begegnung lernt Smilla den schwer durchschaubaren Conrad von einer ganz anderen Seite kennen und verliebt sich in ihn. Als das offensichtlich wird, kippt die Stimmung in der Clique schlagartig und Smilla muss erfahren, was letzten Sommer an diesem Strand geschehen ist.“ In meinen Buchhändlertagen fiel mir einmal ein Arena-Heftchen in die Hand, das mehrere Leseproben enthielt. Unter anderem auch ein paar Seiten aus diesem Buch, die ich seiner Zeit sehr interessant fand. Als das Buch dann erschien, kam ich aber nie dazu, es wirklich zu lesen, was ich hiermit nachhole. Allerdings bin ich von den ersten drei Kapiteln bisher nur mäßig begeistert. Es ist nicht schlecht, aber eben auch nichts, was mich sofort vom …

[REZENSION] Paolo Giordano: »Die Einsamkeit der Primzahlen«

Paolo Giordano Die Einsamkeit der Primzahlen Originaltitel: La solitude dei  numeri primi Heyne 1. Auflage, 2010 Taschenbuch Seiten: 364 ISBN: 978-3-453-40801-2 Inhalt Ein einziger Tag in ihrer Kindheit hat ihr Leben für immer verändert: Alice hat von einem Skiunfall nicht nur ein steifes Bein zurückbehalten, sondern dabei auch ihren Lebenswillen und das Vertrauen in ihren Vater verloren. Mattia hat seine geistig behinderte Zwillingsschwester nur ein einziges Mal aus den Augen gelassen, um ein wenig Spaß zu haben, als sie spurlos verschwindet. Sieben Jahre später lernen sich die beiden auf dem Gymnasium kennen. Sie scheinen auf den ersten Blick füreinander bestimmt zu sein, doch das Schicksal will es anders. Meine Meinung Hmm, scheint so, als würde dies die erste negative Buchrezension meines Blogs werden. Denn an diesem Buch hat mir so ziemlich gar nichts gefallen. Gekauft hatte ich mir das Buch des Titels wegen, der mich ansprach. Außerdem hatte ich bisher nur Gutes darüber gehört und immerhin wurde der Roman mit einem großen italienischen Buchpreis ausgezeichnet. Der Grund dafür ist mir nach dem Lesen allerdings schleierhaft. …

Lesenachschub im September 2011

Da Schatz neuen Lesestoff brauchte, haben wir gestern einen ausgedehnten Büchereinkaufsbummel gemacht. (Ausgedehnt deshalb, weil Schatz weniger zu spontanen Entscheidungen neigte als ich. Da sage nochmal einer, Frauen wären schlimm beim Shoppen …) Bei so viel Angebot auf vier Etagen musste ich mich schon ziemlich zurückhalten, aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich erstens nur noch drei Wochen hier bin und zweitens mein Reisegepäck am Ende per Bahn transportieren muss, beschränkte ich mich auf zwei neue Bücher. Somit sieht mein Lesestapel momentan so aus: „Wie man unsterblich wird“ ist noch aus der letzten Buchbestellung und seit gestern angefangen. Die ersten Seiten lesen sich schon mal ganz gut. „Der heilige Eddy“ stammt noch aus Buchhändlertagen und wurde von mir mal irgendwann aus der Leseex-Kiste gefischt, weil ich es zu schade fand, um im Papiercontainer zu landen. Die anderen beiden Bücher sind die gestern erstandenen Exemplare – mal wieder was Umfangreicheres sowie ein weiteres Buch, das ich schon während der Ausbildung lesen wollte, aber nie wirklich dazu kam. Nun, ich werde berichten. 😉

[REZENSION] Antonia Michaelis: »Der Märchenerzähler«

Antonia Michaelis Der Märchenerzähler Oetinger 1. Auflage, 2011 Hardcover Seiten: 446 ISBN: 978-3-7891-4289-1 Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn sie weiß, dass es noch einen anderen Abel gibt: den sanften, verletzlichen Jungen, der für seine kleine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist? »Der Märchenerzähler« ist ein wunderschönes Buch, das ich mir auf Empfehlung meiner ehemaligen Kollegin gekauft habe. Dicke Jugendbücher mit verträumten Covern ziehen mich ja immer magisch an und für die Semesterferien war das genau das Richtige. Erzählt wird die Geschichte meist aus der Sicht von Anna. Sie ist eine gute Schülerin, kommt aus einem guten Elternhaus (wobei ich mich die ganze Zeit fragte, warum die Eltern immer bei ihren Vornamen genannt werden), spielt Klavier und Querflöte und ist auch sonst ein ganz normales Mädchen. Mit ihrer besten Freundin Gitta bespricht sie alles – auch, dass sie mit siebzehn Jahren …