Monate: Oktober 2011

Neue Woche, neues Buch: Der heilige Eddy

Da ich auf der Zugfahrt „Rotkäppchen muss weinen“ ausgelesen habe, liegt seit gestern ein neues Buch auf meinem Nachttisch: „Der heilige Eddy“ von Jakob Arjouni. „Was für ein dummer Zufall: Ausgerechnet vor Eddys Wohnungstür gerät der derzeit meistgehasste Mann Berlins ins Stolpern – Imbissbuden-Millionär und Heuschreckenkapitalist Horst König. Denn das Letzte, was Eddy, ein sympatischer Trickbetrüger, der sich mit dem Ausnehmen betuchter Leute ein Leben als Musiker samt bürgerlicher Fassade im linksalternativen Kreuzberg finanziert, gebrauchen kann, ist die Aufmerksamkeit der Polizei. So wenig wie die von Königs Bodyguards, die draußen auf ihren Chef warten. Zwar weiß sich Eddy zunächst zu helfen, doch dann gerät die Geschichte außer Kontrolle. Der Fall Horst König wird zum Berliner Medienereignis und dessen Familie zum Freiwild für Boulevardjournalisten.  Eddy plagt das schlechte Gewissen, und gerne würde er sämtliche Missverständnisse aufklären. Am liebsten gegenüber Königs schöner und exzentrischer Tochter Romy.“ Das Buch war mal wieder eine Empfehlung und lag schon seit langem ungelesen im Regal. Da es recht dünn ist und in meinem Reisegepäck nicht mehr viel Platz war, schien es …

Auf ein neues: Rotkäppchen muss weinen

Lange genug hat es gedauert, aber ich habe es endlich geschafft und „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel zu Ende gelesen. Ich bin mir nicht sicher, ob die vergleichsweise lange Lesezeit nun am Buch lag oder an meiner Stimmung, denn so richtig viel Lust zum Lesen hatte ich in den letzten Tagen nicht. Was aber ebenfalls am Buch gelegen haben könnte. Ehrlich gesagt bin ich mir überhaupt nicht sicher, was ich von dem Buch halten soll. Aber dazu später mehr. Gestern habe ich einen Blick auf meinen Bücherstapel geworfen und spontan „Rotkäppchen muss weinen“ von Beate Teresa Hanika herausgegriffen. „Er nennt sie Rotkäppchen, als er sie mit einem Korb am Fahrradlenker den Berg hinabfahren sieht.  Rotkäppchen – weil in dem Korb Wein und Essen sind für den Großvater, dessen Einsamkeit nur ein Vorwand ist.  Rotkäppchen – weil der Weg aus dem Wald dunkel und steinig ist.  Rotkäppchen – weil der Wolf sie längst in seiner Gewalt hat …“ Das Buch ist mal wieder ein altes Leseexemplar aus Buchhändlertagen. Ich hatte es schon damals einmal …

Für die S(ch)atzkiste #10

»Gedanken, die man nicht ausspricht, machen schwer. Das sind Gedanken, die sich festhaken, dich belasten und dich erstarren lassen, Gedanken, die den Platz wegnehmen für neue Ideen und in dir verfaulen. Du wirst zu einer Müllhalde voller alter Gedanken, die zu stinken anfangen, wenn du sie nicht aussprichst.« (Eric-Emmanuel Schmitt: »Oskar und die Dame in Rosa«)

[REZENSION] Eric-Emmanuel Schmitt: »Oskar und die Dame in Rosa«

Eric-Emmanuel Schmitt Oskar und die Dame in Rosa Originaltitel: Oscar et la dame rose Fischer 5. Auflage, 2006 Hardcover Seiten: 104 ISBN: 978-3-596-50987-4 Oskar ist zehn Jahre alt und liegt im Krankenhaus, weil er Krebs hat. Er hat nicht mehr lange zu leben. Oskar weiß das, obwohl es ihm niemand sagt. Überhaupt sprechen die Menschen kaum noch mit ihm, vielleicht, weil sie Angst vor der Wahrheit haben. Nur mit Oma Rosa, der ehemaligen Catcherin, die Oskar regelmäßig besuchen kommt, kann er reden. Sie rät ihm, seine Fragen und seine Gedanken in Briefen an den lieben Gott niederzuschreiben. Eine Zugfahrt ohne Buch ist schrecklich, quasi nicht zu überleben. Deshalb (und weil ich beim Umsteigen eine halbe Stunde Zeit hatte) stromerte ich am Leipziger Bahnhof durch die Buchhandlung und kaufte am Ende dieses Buch. Und zwar die süße Miniausgabe vom Fischer Verlag, weil im Rucksack sowieso schon kein Platz mehr war. Da das Buch nicht viel mehr als hundert Seiten hat, hat es dann auch genau für die verbliebene Stunde Zugfahrt gereicht. Text findet man in dem …

Für die S(ch)atzkiste #9

»Immer hat man dieses Leben vor sich, mal näher, mal ferner, aber immer vor sich, nie ist man einfach mal mittendrin. Wie dieser Esel, dem man die Möhre an einer Angel vor der Nase herumbaumeln lässt, und er geht und geht und geht, weil er sein verdammtes Möhrenleben vor sich hat.« (Florian Beckerhoff: »Frau Ella«)

[REZENSION] Katie Kacvinsky: »Die Rebellion der Maddie Freeman«

Katie Kacvinsky Die Rebellion der Maddie Freeman Originaltitel: Awaken Boje 1. Auflage, Dezember 2011 Hardcover Seiten: 366 ISBN: 978-3-414-82300-7 Inhalt Die siebzehnjährige Madeline Freeman lebt ihr Leben wie alle anderen in der modernen Technikwelt: Sie besucht die Digital School, Verabredungen mit Freunden finden online statt und Einkäufe erledigt man nur noch per Mausklick am Computer. Für Maddie ist das alles Normalität. Bis sie Justin kennenlernt. Für ihn zählt nur das reale Leben abseits von Computerbildschirmen und sozialen Netzwerken. Gemeinsam mit seinen Freunden organisiert er den Widerstand gegen das System der Digital School, deren Direktor ausgerechnet Maddies Vater ist. Maddie verliebt sich Hals über Kopf in den zurückhaltenden Jungen, doch sie hat Zweifel. Für wen soll sie sich entscheiden: Für ihre große Liebe oder ihre Familie? Und wird sie jemals mehr für Justin sein, als nur ein Mittel zum Zweck? Meine Meinung Da mir der Titel vor einiger Zeit empfohlen wurde und die Geschichte recht interessant klang, kaufte ich mir das Buch spontan bei einem Büchereinkaufsbummel in Berlin. Ohne die Empfehlung hätte ich das Buch vermutlich …

Reise, Reise …

Nachdem ich am Montagabend mit reichlich Buchgepäck aus Berlin abgefahren bin, musste ich meine Taschen im elterlichen Heimatdomizil erstmal um ein paar Kilo Papier erleichtern. Mit nach Stuttgart gekommen sind von meinem Ferienstapel nur der Märchenerzähler und die Warrior Cats, zu »Dekozwecken«. 😉 Außerdem sind noch ein paar ältere Bücher in die Reisetasche gewandert, die mal was anderes sehen wollten, als das Bücherregal: »Es war in Berlin«, »Angerichtet« und »Rotkäppchen muss weinen« sind dabei noch Leseexemplare aus Buchhändlerzeiten, die ich irgendwann mal vor dem Papiercontainer gerettet habe. »No & ich« habe ich zwar schon einmal gelesen, aber irgendwie rief es einfach nach mir. Und da man als armer Student auch ab und zu mal sparen muss, wird das wohl auch gleich mein Lesestapel für die nächsten Wochen sein.