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NaNoWriMo – Ende

SOLL-Wortzahl: 45.000
IST-Wortzahl: 51.631
Normseiten: 211
Kapitel: 21
gemeuchelte Protagonisten: Einen. 🙁
Stimmung: Fertiiiiiiig! 🙂

Es ist vollbracht! 🙂

Eigentlich hatte ich gestern ja nur die nächsten zwei Szenen schreiben wollen, um die 48.000 Wörter zu erreichen, aber da danach noch so viel Tag übrig und meine Stimmung irgendwie passend war, schrieb ich kurzerhand auch noch die dritte und damit vorletzte Szene des Romans.
Diese brachte mich auf 50.044 Wörter und damit schon ins Ziel. 🙂

Aber eine Szene vor dem Ende aufhören und heute nochmal anfangen? – Nein, das ging ja nun mal gar nicht. Deshalb machte ich nur eine mehrstündige Pause – Schließlich möchte Frau zwischendurch ja auch mal zumindest ein kleines bisschen spüren, dass sie eigentlich kein Singleleben mehr führt – und machte mich dann eine Stunde nach Mitternacht noch an die letzte Szene des Romans.
Die lief dann auch wunderbar flüssig, spannt einen schönen Bogen zur ersten und die dicke Frau singt auch zum Abschluss. Extra für Schatz. 😛

Damit hatte der Roman heute Morgen kurz vor vier Uhr dann 51.631 Wörter und ist FERTIIIIIIG!

Auch das diesjährige Gewinnerzertifikat wird natürlich wieder ausgedruckt und abgeheftet.

Ich habe tatsächlich endlich einen Roman geschrieben. Einen ganzen. Das heißt, ich habe den dritten Roman vor dem ersten beendet – sofern man den zweiten überhaupt als Roman zählen kann, denn der blieb ja weitestgehend eine grobe Idee und das beste daran war am Ende irgendwie das Cover …

Dieses Jahr lief der NaNoWriMo im Vergleich zu den letzten beiden Jahren wirklich unglaublich leicht. Die Geschichte schrieb sich an den meisten Tagen fast von selbst und ich hatte immer wieder das Gefühl, die Protagonisten wären real und würden mir die Worte zuflüstern. Sie steuerten die Geschichte selbst, wobei sie sich zwar an die wenigen Notizen hielten, die ich mir vor dem November gemacht hatte, aber mich ansonsten auf den Platz des miterlebenden Lesers verwiesen.
Selbst an den Tagen, an denen ich gar keine Lust zum Schreiben hatte, kam ich dennoch voran und konnte gar nicht anders, als mich an meinen Roman zu setzen und weiterzumachen.
Auch das Experiment, im Präsens und aus der Sicht eines neunjährigen Jungen zu schreiben, fiel mir unerwartet leicht. Ich hatte mich wirklich schnell in Hannes‘ Erzählweise eingefunden und damit wurde das Schreiben an manchen Tagen zu einem richtigen Vergnügen.

Alles in allem war auch mein persönlicher Ehrgeiz dieses Jahr wesentlich größer. Der ließ ja letztes Jahr ziemlich zu wünschen übrig.
Das lag dieses Jahr natürlich zum Einen daran, dass das Studium weniger ermüdend und zeitraubend ist als das Weihnachtsgeschäft in der Buchhandlung. Zum anderen – und das war wohl das Eigentliche – spielte die kleine, muntere Gruppe von MyStorys-Mitgliedern eine Rolle, die sich dieses Jahr zum NaNo im Forum zusammengeschart hatte, um sich gemeinsam in den Monat des Wortwahnsinns zu stürzen. Es macht einfach viel mehr Spaß, mit anderen ehrgeizigen Teilnehmern in einer „privaten“ Gruppe um die Wette zu schreiben und sich immer wieder gegenseitig anzustacheln und aufzubauen. So fiel es mir auch ziemlich leicht, meinen Rückstand von drei Tagen innerhalb einer Woche wieder aufzuholen und am Ende sogar wieder einen Vorsprung zu haben.
Insgesamt habe ich dieses Jahr an sechs Tagen nicht ein Wort geschrieben und konnte trotzdem schon vier Tage früher fertig sein. Das heißt, ich habe in nur zwanzig Tagen einen kompletten Roman geschrieben, vom ersten bis zum letzten Wort.

Dieses Jahr habe ich außerdem das Experiment gewagt, meine geschriebenen Szenen sofort ohne größere Überarbeitung online zu stellen und die Leser beurteilen zu lassen, was ich da gerade so fabrizierte. Das lag einerseits natürlich wieder an der MyStorys-Community, andererseits aber auch daran, dass ich von Anfang an das Gefühl hatte, der Roman könnte gut werden. Wer mich kennt, weiß, dass ich so was selten über meine eigenen Werke sage, schon gar nicht vor der ersten Überarbeitung, von daher ist das schon an sich etwas Besonderes.
Die positiven Kommentare meiner Testleser haben mich während des Monats noch zusätzlich motiviert, weiterzuschreiben, und außerdem hier und da noch Ideen eingebracht, die mir sonst vermutlich nicht gekommen wären.

Zusammenfassend war der National Novel Writing Month 2011 eine besondere Erfahrung. Zwar hat der Monat mein Schreiben nicht so verändert wie das 2009 der Fall war, aber er hat mir eine Menge Spaß und Freude bereitet. Und am Ende meinen ersten fertigen Roman beschert, der jetzt auf seine Überarbeitung wartet. 🙂

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Baujahr 1990, Lektorin und Leseratte. Schreibt auf www.das-buecherei.de übers Lesen und das Leben mit Büchern.

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