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„Zeigt her eure Notizbücher“

Evi hat in ihrem Blog vor ein paar Tagen eine Aktion vorgestellt, die ich einfach super finde. Dabei geht es um Notizbücher und von denen besitze ich eine ganze Menge. 🙂

Da ich im Allgemeinen nicht allzu technikbegeistert bin, wenn es um einfache Tätigkeiten geht, mache ich mir auch meine Notizen immer noch am liebsten mit Stift auf Papier. So haben sich über die Jahre allerhand Notizbücher und Blöcke angesammelt, in unterschiedlichsten Farben, Formen und Ausstattungen. So etwas landet bei mir selten im Papierkorb – frei nach dem Motto: „Kann man vielleicht irgendwann mal brauchen“.

Hier einfach mal ein paar mehr oder weniger besondere Büchlein:

Dem weiß-schwarzen Notizbuch fehlen schon einige Seiten, da ich „abgearbeitete“ Seiten meistens herausreiße. Dieses Buch hatte ich während meiner Zeit in der Buchhandlung immer in der Tasche dabei, um in der Mittagspause hin und wieder ein paar Zeilen zu schreiben oder auch, um die eine oder andere skurrile Kundenbegegnung festzuhalten. 😉
Das kleine Paperblank daneben hat mir meine Schwester geschenkt und ich finde es so wunderschön, dass ich mir bisher nicht getraut habe, etwas hineinzuschreiben. Außerdem ist das Format für längere Notizen zu schmal.
Das Notizbuch mit dem NaNoWriMo-Logo habe ich mir letztes Jahr aus dem Shop des National Novel Writing Month bestellt, zusammen mit einem wunderschönen Kugelschreiber. Beides habe ich seitdem so oft dabei gehabt, dass die Miene des Kugelschreibers mittlerweile leer ist. Aber im Notizbuch ist noch Platz.
Das schwarze Buch in der Mitte ist mein Ideenschatz. Dort kommen alle Ideen für Texte, Bilder oder was auch immer hinein, sowie Satzfetzen, Skizzen und was man sonst noch so auf keinen Fall vergessen will. Das Buch liegt immer im obersten Fach meines Nachtschränkchens, weil die besten Ideen bekanntlich immer dann kommen, wenn man sie gar nicht gebrauchen kann – kurz vor dem Einschlafen. 😉

Ein ganz besonderes Notizbuch ist aber das große Buch links. Dieses habe ich Anfang des Jahres von meinen Kolleginnen in der Buchhandlung zum Abschied bekommen, nachdem ich meine Abschlussprüfung bestanden hatte.

Lustig dabei ist, dass ich selber vorher schon lange um eben genau dieses Notizbuch herumgeschlichen war und es mir am Ende nicht gekauft habe, weil die Paperblanks in der Größe so teuer sind. Ich finde das Buch einfach wunderschön und für einen Schreiberling wie mich genau das Richtige.

Auf der ersten Seite haben meine Kolleginnen ein Foto eingeklebt, das uns alle bei unserem letzten Weihnachtsessen zeigt. Dazu ein kurzer Text zur Erinnerung.

Selbst habe ich mich bisher nicht getraut, etwas in das Buch hineinzuschreiben. Denn meine Kolleginnen haben mir darin verteilt kleine Erinnerungen hinterlassen. Jede hat irgendwo im Buch eine Seite für mich mit guten Wünschen, Gedichten und Bildern gestaltet. Fand ich wirklich eine wunderschöne Idee und deshalb ziert das Buch seitdem auch mein Heiligtum: meinen Schreibtisch.

Irgendwie ist es ja schon ein bisschen schade, solch ein tolles Buch nicht zu benutzen. Aber andererseits möchte ich es gerne so behalten, wie es mir von meinen Kolleginnen geschenkt wurde. Da bin ich immer noch ein wenig im Zwiespalt mit mir selbst. Wir werden sehen, was die Zukunft so bringt. 🙂

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von

Baujahr 1990, Lektorin und Leseratte. Schreibt auf www.das-buecherei.de übers Lesen und das Leben mit Büchern.

8 Kommentare

  1. Ein toller Beitrag! Und so schnell! Ich hab ja noch nicht mal meinen eigenen fertig. 😉

    Und es freut mich sehr, zu lesen, dass es auch noch andere gibt, die in Notizbücher nichts hineinschreiben, wenn diese einfach zu schön dafür sind. *gg*

    Vielen Dank fürs Mitmachen,
    liebe Grüße, evi

  2. Ja, wirklich ein schöner Beitrag. Wusste ich gar nicht, dass du so viele von diesen Notizbüchlein hast. 🙂 Ich hatte auch mal eins, öhm, wobei da irgendwie nur Grütze drinsteht. Aber das ist eine andere Geschichte. 😀

  3. Na ja, das Thema war so toll, dass ich gleich loslegen wollte. 😉 Außerdem ist am Wochenende keine Zeit dafür.

    Hihi, ich glaube, die "schönen Notizbücher" kennt fast jeder. Jedenfalls höre ich immer, wenn ich mal eins verschenke "Das ist doch viel zu schön, um was reinzuschreiben!" *g

    Hat mich wirklich sehr gefreut, mitmachen zu können. 🙂

    Liebe Grüße,
    Mo

  4. @Thomas: Ich hab letztens sogar welche aussortiert. Das waren aber ganz kleine und uuuuralt. 😉
    Und die "andere Geschichte" erzählst du mir dann mal. 😛

  5. Ein Notizbuch, in das man nichts schreibt? Neee, das geht doch wirklich nicht. Ist ja wie eine Wohnung ohne Möbel, ein Schrank ohne Kleider oder eine Handtasche ohne alte klebrige Bonbons am Taschenboden. 😉
    Schöner Artikel.

    LG
    Jo

  6. In meine Wohnung passen nicht viele Möbel, ich habe keinen Kleiderschrank und ich mag keine Bonbons. Ich denke, das mit den leeren Notizbüchern fällt dann auch nicht weiter auf, oder? 😀

    Aber ich sage ja nur, dass ich NOCH nichts hineingeschrieben habe. Vielleicht, eines Tages … 😉

    Danke dir für deinen Kommentar. Da lohnt es sich dann auch, solche Artikel zu schreiben. 🙂

  7. Anonym sagt

    Ich habe auch ein Notizbuch und habe da was von deinen wunderschönen Tipps reingeschrieben. 😛

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