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Buchkauf digital

Nachdem ich letzte Nacht das zweite und damit letzte Buch in meiner Reisetasche ausgelesen hatte, mussten heute unbedingt neue Bücher her. Schließlich verbringe ich noch das ganze Wochenende hier und habe am Sonntag eine fünfstündige Zugfahrt vor mir. Ohne Bücher undenkbar!

Und da ich zu Weihnachten von meinen Eltern, wie schon erwähnt, den neuen Sony-Reader geschenkt bekommen habe (okay, und weil ich heute in keine Buchhandlung mehr gekommen wäre …), habe ich zum ersten Mal ganz digital der Buchkauflust gefrönt. Ist schon ein komisches Gefühl, so ganz ohne Papier.

Zuerst musste ich mal feststellen, dass es nur die Hälfte meiner Buch-Wunschliste überhaupt als E-Books zu kaufen gibt. Und das ist dann auch ausgerechnet die Hälfte, die ich unbedingt als Printausgabe in meinem Regal haben will. Toll.
Aber schließlich habe ich dann doch noch was gefunden (was bei den meiner Meinung nach recht unübersichtlichen E-Book-Shops nicht so einfach war – es geht eben doch nichts über eine richtige Buchhandlung) und so sind folgende drei Bücher auf meinen Reader gewandert:

Auf Empfehlung meiner lieben Buchhändler-Kollegin Claudia, die mich immer noch mit Buchtipps versorgt:

Harold Cobert – „Ein Winter mit Baudelaire“
Es wird Herbst in Paris, als Philippe den Boden unter den Füßen verliert. Nach der Trennung von seiner Frau zwingt sie ihn, die gemeinsame Wohnung zu verlassen, und verwehrt ihm den Kontakt zu seiner Tochter. Als wenig später sein Arbeitsvertrag nicht verlängert wird, ist das der letzte Schritt, der ihn in den Abgrund stürzen lässt. Das Leben auf der Straße droht ihm den Rest seiner Würde zu nehmen. Doch dann begegnet er Baudelaire, der ihn mit beständigem Optimismus und treuem Hundeblick auf vier Pfoten zurück ins Leben führt. Dank ihm und mithilfe des einfallsreichen Kebab-Verkäufers Bébère und der weisen Toilettenfrau Sarah findet Philippe den Mut für einen Neuanfang. Und auf einmal scheint der Tag, an dem er seine Tochter wieder in die Arme schließen kann, gar nicht mehr so fern.

Die anderen beiden fielen mir nach längerem Durchklicken durch den Onlineshop in die Hände:

Lauren Oliver – „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“
Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten? Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben: mit ihren Freundinnen zur Schule fahren, die sechste Stunde schwänzen, zu Kents Party gehen. Stattdessen ist es ihr letzter Tag. Sie stirbt nach der Party bei einem Autounfall. Und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Siebenmal ist sie gezwungen diesen Tag wieder und wieder zu durchleben. Und begreift allmählich, dass es nicht darum geht, ihr Leben zu retten. Zumindest nicht so, wie sie dachte … 

Lauri Halse Anderson – „Wintermädchen“
Die Freundinnen Lia und Cassie haben sich geschworen, die dünnsten Mädchen der Schule zu werden. Nun ist Cassie tot. 
Für Lia bricht eine Welt zusammen. Und die Stimme in ihrem Kopf, die ihr befiehlt zu hungern, wird immer lauter …

Beim letzten Buch finde ich es etwas schade, dass das E-Book statt des Originalcovers nur ein weißes Cover mit dem Titel drauf hat. Zwar kann der Reader sowieso nur Grautöne anzeigen, aber trotzdem hätte man das doch ein bisschen hübscher gestalten können, oder? Das Auge liest schließlich mit.

Welches Buch ich dann heute Abend anfangen werde, weiß ich noch nicht. Das wird wohl eine spontane Entscheidung werden. 🙂

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Baujahr 1990, Lektorin und Leseratte. Schreibt auf www.das-buecherei.de übers Lesen und das Leben mit Büchern.

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