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[REZENSION] Maggie Stiefvater: »Ruht das Licht«


Maggie Stiefvater
Ruht das Licht

Originaltitel: Linger
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1. Auflage, 2011
Hardcover
Seiten: 400
ISBN: 978-3-8390-0118-8

Inhalt
Sam hat es geschafft: Obwohl alles verloren schien, hat er mit Grace’ Hilfe den Wolf in sich besiegt. Vor ihm liegt ein Leben als Mensch. Ein Leben mit Grace. Oder nicht? Plötzlich ist es Grace, deren Zukunft ungewiss scheint. Wenn sie nachts die Wölfe im Wald heulen hört, weiß sie: Sie rufen nach ihr.
Doch das, wogegen sich Grace und Sam verzweifelt zu wehren versuchen, wäre Cole sehr willkommen. Ihm wäre nichts lieber, als seine Wolfsgestalt für immer zu behalten und alle Erinnerungen an sein Leben als Mensch abzustreifen. Doch ausgerechnet er verwandelt sich viel zu früh zurück. Und während Cole von seiner Vergangenheit eingeholt wird, muss Sam zusehen, wie sein Leben zerbricht. Er ahnt, dass er Grace verlieren wird. Auf die eine oder andere Art.
Meine Meinung
Der zweite Band von Maggie Stiefvaters Werwolf-Trilogie kann sich ebenso sehen lassen wie »Nach dem Sommer«. Auch wenn es hier und da ein paar Unterschiede gibt, die für mich zunächst gewöhnungsbedürftig waren.

Zuerst fällt auf, dass am Kapitelanfang dieses Mal keine Temperaturangaben auftauchen. Da die Kälte im zweiten Band weniger eine Rolle spielt, hat das auch Sinn. Trotzdem hätte ich eine einheiltliche Gestaltung bei einer Trilogie besser gefunden.
Auch auffällig ist, dass die Geschichte in diesem Band nicht mehr nur abwechselnd von Grace oder Sam erzählt wird, sondern auch aus der Sicht von Cole und auch Isabel, die aus dem ersten Band schon bekannt ist, bekommt eine Erzählerrolle. Dabei wechseln die Erzähler nicht mehr kapitelweise, wie es im ersten Band der Fall war, sondern auch mitten im Kapitel. Natürlich wird der Erzähler am Anfang wieder in der Überschrift genannt, sodass man immer weiß, durch wessen Augen man gerade schaut. Die einzelnen Erzählabschnitte sind dabei ähnlich kurz wie die Kapitel im ersten Band und der Schreibstil ist wieder gewohnt leicht und ebenso ansprechend.

Die Geschichte selbst ist von Anfang an etwas spannender als »Nach dem Sommer«. Grace ist von einer mysteriösen Krankheit befallen, die immer schlimmer wird und als wäre das nicht schon genug, beschließen ihre Eltern plötzlich, ihre Pflichten wahrzunehmen und ihr den Umgang mit Sam zu verbieten. Eine Reaktion, die ich etwas überzogen fand.
Statt seine Nächte weiterhin bei Grace zu verbringen, zieht Sam also in Becks Haus und übernimmt dessen Aufgaben, während er darauf wartet, dass sich die Werwölfe in ihre menschliche Gestalt zurückverwandeln. Doch es ist ausgerechnet der eigensinnige Cole, der ihm als erster Gesellschaft leistet – und mit seiner Anwesenheit nicht nur Sams Geduld auf die Probe stellt, sondern auch noch das ganze Rudel in Gefahr bringt.

Anfangs war ich der Meinung, dass vier verschiedene Erzähler für die Geschichte zu viel sind. Andererseits ist es sehr interessant, auch in Cole und Isabel hineinblicken zu können und die beiden Charaktere kennenzulernen.
Ein bisschen merkwürdig fand ich, dass Grace’ Freundin Olivia, die sich am Ende des ersten Bandes in einen Wolf verwandelt hatte, zwar anfangs kurz erwähnt wird, aber selbst im ganzen Buch nicht auftaucht.
Am Ende wirft der zweite Band alle Erkenntnisse über den Haufen, die man im ersten Band als gegeben akzeptiert hatte. Somit kam das (ziemlich traurige) Ende für mich überraschend und ich bin jetzt umso gespannter auf die Auflösung im dritten Band.Fazit
Ein gelungener zweiter Teil, der neugierig macht auf den letzten Band der Trilogie.

2 Kommentare

  1. mit hat Teil eins ("Nach dem Sommer") besser gefallen, aber auch dieser Band war spannend und fesselnd.. 😉

  2. Bei mir hielt es sich so ungefähr die Waage. Der erste Teil war ein bisschen abgeschlossener, das hat mir auch besser gefallen. Aber ich bin einfach mal gespannt auf den letzten. 😉

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