Monate: Juli 2012

Das Ei hat frei

Am Freitag kurz vor elf Uhr mittags war es endlich so weit: Die letzte Prüfung des Semesters war geschrieben – und nicht ganz so schlimm wie erwartet – und zwei Stunden später saß ich auch schon im ICE von Stuttgart nach Berlin. Semesterferien sind was Feines, vor allem, wenn man sie mit seinen Lieben verbringen kann. Und noch besser, wenn man sich einfach mal eine Woche Urlaub gönnt, fern vom gewohnten Alltagsstress und vor allem: offline. Deshalb verabschiedet sich das Bücherei in eine kurze Sommerpause. Ab morgen wird für eine Woche Ruhe herrschen und auch die Woche danach wird vermutlich eher wenig von mir zu hören sein. Heute muss ich deshalb noch die letzten vierzig Seiten von „Zweilicht“ lesen, denn das Buch passt nicht ins Reisegepäck. Aber das sollte ja wohl kein Problem sein. Danach warten dann die gekauften E-Books auf mich, die endlich gelesen werden wollen. Als erstes ist meine Wahl auf „Die Mechanik des Herzens“ gefallen. Ich bin gespannt und verabschiede mich damit in den (wohlverdienten ;)) Urlaub.

Liest du noch oder schreibst du schon?

Gestern habe ich eine interessante Aufgabe erhalten, und zwar von Christian Bass. Die Aufgabe besagte, aus dem gerade in Arbeit befindlichen (geschriebenen) Werk genau 7 Sätze von Seite 7 zu posten und die Aufgabe anschließend an 7 andere Leute weiterzugeben. Für mich als Hobbyautorin eine nette Aufgabe, der ich gerne nachgekommen bin. Nur das mit dem gerade in Arbeit befindlichen Werk … nun ja, sagen wir, ich habe den Begriff „gerade“ etwas gedehnt. Hätte ich es wörtlich genommen, hätte ich aus der Zusammenfassung meines Personalwirtschaftsskriptes zitieren müssen und das wäre wohl nicht sooo spannend gewesen. 😉 Deshalb gibt es jetzt sieben Sätzchen aus meinem (seit 2008 unbeendeten *hust*) Roman „Talan – Die Geburt des Lichtes“: Eine schüchterne Melodie, welche sich vorsichtig durch die Finsternis arbeitete, bis sie allgegenwärtig war. Etwas war hier. Jemand. Das Lied beruhigte ihre Gedanken, lenkte ihren Blick auf das, was um sie herum geschah. Sie nahm Bewegung wahr, erahnte sie mehr; sah, dass die Schwärze Gestalt annahm, wie Nebelschleier an einem windigen Tag. Das Lied wandelte sich in ein Rauschen, das …

Für die S(ch)atzkiste #53

»Die Gewohnheiten der Leute kennt man erst, wenn man die Leute kennt. Beim ersten Mal hat man noch keine Ahnung, wie es weitergeht. Man weiß nicht, ob man sich lieben, ob man sich später einmal an den ersten Tag erinnern wird. Ob man sich am Ende beschimpfen oder sogar prügeln wird. Oder ob man Freunde wird. Und die vielen anderen Oders und Wenns. Und die Vielleichts. Die Vielleichts, das sind die Schlimmsten.« (Marie-Sabine Roger: »Das Labyrinth der Wörter«)

Besonders spannender Lesestoff …

Mein Lesestoff in den letzten Wochen: Vorlesungsskripte! Sieht unglaublich spannend aus, oder? Das ist es auch. Aber zum Glück steht nur noch eine letzte Prüfung am Ende der Woche an. Eine allerletzte Klausur, die mich noch von meinen Semesterferien und der mit Vorfreude erwarteten Lesezeit trennt. 🙂 Die tollen E-Books auf meinem Reader rufen nach mir, aber nein – die gibt es erst nach der Prüfung. Ich werde standhaft bleiben und mich so lange mit „Zweilicht“ begnügen. Und mit dem Skript für Personalwirtschaft …

Letztes Hardcover vor dem Urlaub?

Es ist so weit. Vier von sechs Prüfungen sind geschrieben, die rettenden Semesterferien rücken näher (na ja, langsam …) und weil der Kopf heute irgendwie zu nichts anderem zu gebrauchen ist, habe ich gerade die letzten dreißig Seiten von Hohlbeins „Märchenmond“ ausgelesen. Lange genug hat es ja gedauert, aber schneller wollte sich das Buch einfach nicht lesen lassen. Jetzt sind es nur noch eineinhalb Wochen bis zur Heimfahrt und da ich meinen Koffer dann noch irgendwie vorwärts bewegen muss, werden die Hardcover auf meinem SuB hier auf mich warten müssen. Aber eins muss vorher unbedingt noch gelesen werden: Nina Blazon: „Zweilicht“ Der 17-jährige Jay ist in der Stadt seiner Träume angelangt – ein Jahr wird er als Austauschschüler in New York, der Heimat seines verstorbenen Vaters, verbringen. Gleich zu Beginn verliebt er sich in die geheimnisvolle Madison mit den Indianeraugen. Doch was er keinem zu erzählen wagt: Hin und wieder taucht ein anderes Mädchen auf, das außer ihm niemand zu sehen scheint. Sie nennt sich Ivy und er kann nicht aufhören, an sie zu denken. …

Noch ein E-Book für den SuB im Juli 2012

Nachdem ich per Zufall auf Lovelybooks über dieses Buch gestolpert war, musste ich es mir unbedingt gleich als E-Book zulegen: John Friedmann: Flaschendrehen Furioso Was passiert, wenn die Ferienvilla in der Toskana mehrfach vermietet wurde? Genau: Drei Paare und eine Singlefrau pochen auf ihre Verträge und bilden – aus Sturheit – eine Ferien-WG. Keiner kann den anderen ausstehen. Genießer Carlo, der es versteht, aus jeder Situation das Beste zu machen, zaubert eines Abends ein wunderbares Menü auf den Tisch – und kurz darauf spielen die sieben ausgerechnet Flaschendrehen. Mit ungeahnten Folgen, denn jeder von ihnen packt aus. Die Rezensionen auf Lovelybooks klangen super, ebenso wie die auf Amazon. Ich bin gespannt auf das Buch – hört sich nach einem unterhaltsamen Schmöker für den Urlaub an. Kennt es jemand von euch vielleicht schon? 🙂

[REZENSION] Philippe Pozzo di Borgo: »Ziemlich beste Freunde«

Philippe Pozzo di Borgo Ziemlich beste Freunde Originaltitel: Le second souffle Hanser Berlin 1. Auflage, März 2012 Hardcover Seiten: 246 ISBN: 978-3-446-24044-5 Inhalt Philippe Pozzo di Borgo ist Geschäftsführer der Firma Champagnes Pommery, als er 1993 mit dem Gleitschirm abstürzt und vom Hals an querschnittsgelähmt bleibt. Er ist 42 Jahre alt und braucht einen Intensivpfleger. Der arbeitslose Ex-Sträfling Abdel erscheint zum Vorstellungsgespräch und kriegt den Job. Mit seiner ungehobelten, lebensfrohen und authentischen Art wird Abdel zu Philippes »Schutzteufel«. Zehn Jahre lang pflegt er ihn, begleitet ihn durch alle dramatischen und komischen Momente seines Lebens – und gibt ihm mit seiner Vitalität die Lebensfreude zurück. Meine Meinung Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch natürlich durch den gleichnamigen Kinofilm, den ich sehr gut fand. So wird es sicherlich den meisten Lesern gehen. Doch von dem aufgesteckten Filmcover, das als Umschlag um das Buch gelegt ist, sollte man sich nicht täuschen lassen. Denn auch, wenn der Autor eine der Hauptfiguren des Films ist – das Buch ist mit dem Film kaum zu vergleichen. Bei dem Buch handelt …