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Liest du noch oder schreibst du schon?

Gestern habe ich eine interessante Aufgabe erhalten, und zwar von Christian Bass. Die Aufgabe besagte, aus dem gerade in Arbeit befindlichen (geschriebenen) Werk genau 7 Sätze von Seite 7 zu posten und die Aufgabe anschließend an 7 andere Leute weiterzugeben.

Für mich als Hobbyautorin eine nette Aufgabe, der ich gerne nachgekommen bin. Nur das mit dem gerade in Arbeit befindlichen Werk … nun ja, sagen wir, ich habe den Begriff „gerade“ etwas gedehnt. Hätte ich es wörtlich genommen, hätte ich aus der Zusammenfassung meines Personalwirtschaftsskriptes zitieren müssen und das wäre wohl nicht sooo spannend gewesen. 😉
Deshalb gibt es jetzt sieben Sätzchen aus meinem (seit 2008 unbeendeten *hust*) Roman „Talan – Die Geburt des Lichtes“:

Eine schüchterne Melodie, welche sich vorsichtig durch die Finsternis arbeitete, bis sie allgegenwärtig war.
Etwas war hier. Jemand.
Das Lied beruhigte ihre Gedanken, lenkte ihren Blick auf das, was um sie herum geschah. Sie nahm Bewegung wahr, erahnte sie mehr; sah, dass die Schwärze Gestalt annahm, wie Nebelschleier an einem windigen Tag. Das Lied wandelte sich in ein Rauschen, das sich über alles erhob, leicht und mächtig zugleich.
Vor ihren Augen formten sich weite Meere, deren hohe Wogen kraftvoll aufeinander schlugen und sie erkannte den Gesang der Wellen.

Hach, Seite 7, das waren noch Zeiten, als die Geschichte gerade erst anfing und man noch nicht vor der undankbaren Aufgabe stand, einen lieb gewonnenen Charakter um die Ecke zu bringen …
Sieben Sätze sind übrigens immer genau einer zu viel oder zu wenig, um einen ordentlichen Absatz zusammenzubekommen, der für mich einen logischen Zusammenhang hat. Hmpf.

Aber darum soll es ja auch gar nicht gehen. Ich hatte mit der Aufgabe nämlich ein ganz anderes Problem: sieben Leute zu finden, an die ich die Aufgabe weitergeben konnte! Und das brachte mich auf die Idee, einfach mal nachzufragen:

Gibt es unter den ganzen Leseratten und Bücherwürmern noch mehr, die ab und zu auch mal selbst zur Schreibfeder (wahlweise natürlich auch zu Bleistift oder Tastatur) greifen?
Was schreibt ihr? Welche Genres und sind es eher Kurzgeschichten oder doch ganze Romane?
Meine mehr oder weniger kreativen Ergüsse findet man ja auf meinem Textblog Gedankenmaler, der sich übrigens auch über jeden Besuch und Kommentar freut. 😉 Sind eure Texte auch irgendwo zu sehen?

Ich bin gespannt auf eure Antworten. Und wer möchte, kann sich die Aufgabe von oben ja auch gleich mitnehmen und mal sieben Sätze aus dem eigenen Werk bewundern lassen. 🙂

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von

Baujahr 1990, Lektorin und Leseratte. Schreibt auf www.das-buecherei.de übers Lesen und das Leben mit Büchern.

2 Kommentare

  1. Och, wie schön 😀
    Ich habe früher ganz viel geschrieben, aber sobald ich meinen ersten Roman (*hust*, vermutlich kann man das nicht so nennen…) fertig hatte, habe ich es aufgegeben, weil es mich einfach so frustriert hat.
    Heute schreibe ich noch, wenn man mich darum bittet, weil jemand eine Geschichte für etwas braucht, aber für mich selber habe ich das alles über Bord geworfen.
    Jetzt schreibe ich nur mehr Tagebuch 😀

    • Es hat dich frustriert, dass du deinen ersten Roman fertig hattest? Oder dass niemand da war zum Lesen? 😉
      Ich schreibe ja auch mehr Kurzgeschichten. Die Romane sind eigentlich mehr die jährliche November-Ausnahme und bisher ist davon auch nur einer fertig geworden. (Der Roman, zu dem der Textschnipsel oben gehört, ist inzwischen seit über vier Jahren "in Arbeit" *hust*)

      Nach Wunsch schreiben fällt mir dagegen ziemlich schwer. Ich bin da eher der spontane Mir-ist-gerade-eine-Idee-gekommen-die-raus-will-Schreiber. Dafür habe ich allerdings das Tagebuchschreiben vor Jahren aufgegeben. 😀

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