Allgemein
Kommentare 4

Neuer Versuch oder: Was macht eigentlich das Ei?

Endlich scheint mein Internetanschluss wieder stabil zu funktionieren, wenn auch immer noch nicht so schnell wie er sein sollte. Das Problem löst sich dann hoffentlich endlich am Montag, wenn der nächste Techniker bei mir vor der Tür steht …
Und weil es jetzt ein paar Sekunden länger dauert, bis meine Fotos hochgeladen sind, bleibt genug Zeit, euch nach einer Woche Internetlosigkeit auf den neusten Stand zu bringen. 😉

Ich stecke mal wieder mittendrin in der heißgeliebten (*hust*) Klausurenphase. Zwei Prüfungen sind schon geschafft, vier stehen noch aus. Davon drei nächste Woche. Pressemarketing und Controlling … Freude. Am 20.7. ist die letzte Prüfung und dann ist das dritte Semester schon wieder geschafft. Unglaublich, wie schnell das ging. Und unglaublich, wie entspannt ich mich dieses Mal während der Prüfungszeit fühle. In den letzten Semestern war das immer purer Stress und am Ende fühlte sich mein Hirn an wie eine matschige Tomate. Aber dieses Mal … waren die Projekte während des Semesters noch viel stressiger. Bin ich froh, dass das alles vorbei ist!
Nur unser Buchmesseprojekt läuft noch – schließlich ist die Frankfurter Buchmesse ja erst im Oktober. Aber darüber werde ich mit Sicherheit noch berichten.

Wie sieht es lesetechnisch aus? Hmm, geht so. In den letzten Tagen hatte ich dank der nicht funktionierenden Internetverbindung ja umso mehr Zeit dafür. Allerdings muss ich daneben natürlich genug lernen und außerdem habe ich mich mal wieder in ein Projekt aus Acrylfarben und Pinselstrichen gestürzt, nachdem während des Semesters ja so gar keine Zeit dafür blieb.
Dementsprechend lese ich immer noch „Märchenmond“ und bin auch erst zur Hälfte durch. Danach liegt dann noch „Zweilicht“ bereit, das ich vor den Semesterferien auf jeden Fall noch lesen möchte. Denn für die Reise nach Berlin nimmt es zu viel Platz weg, daher muss es wohl oder übel hier bleiben. Für die Semesterferien überlege ich gerade fieberhaft, welche Bücher von meiner Wunschliste ich mir als E-Books kaufen soll. Die Liste ist einfach viel zu lang geworden. Wird Zeit, dass sie mal ein bisschen abspeckt.

Und dann liegt seit letzter Woche ein neues Notizbuch bei mir rum! Mal wieder ein selbstgemachtes (das letzte aus dem Praktikum in der Uni) und weil jetzt endlich auch meine Fotos hochgeladen sind, kann ich euch sogar mal ein bisschen von der Herstellung zeigen:

Angefangen hat alles damit: ein gefalteter Stapel Papier (zwölf Papierbögen auf dieselbe Art zu falten ist nicht gerade die spannendste Tätigkeit) und ein Messer. – Nein, keine Mordwaffe. Nur zum Einschneiden des Papiers, damit es sich besser falten lässt. 😉

Und so sieht das Ganze nach dem Binden aus. Ich habe genau beim mittleren Bogen gründlich schief gestochen. Im fertigen Buch ist das deutlich zu sehen. Mist.

Aber es nützt nichts – von vorne angefangen wird nicht. Also werden die Kanten beschnitten, das hübsch gelbe Vorsatzpapier angeklebt und jaaa, das hier wird ein Notizbuch mit Kapitalband und Lesebändchen. Chic, chic.

Und weil der ganze Leim am Buch jetzt erst einmal trocknen muss, kann man sich in der Zwischenzeit an das Basteln der Buchdecke machen. Mit noch mehr Leim, versteht sich.

So sieht das Ganze dann aus, wenn es fertig ist. Das hier ist natürlich die Innenseite – von außen ist der Umschlag einfach nur rot. Und fleckig, weil Hände und Leim zusammen eine so tolle Mischung bilden …

Jetzt wird der Buchblock mit dem Vorsatzpapier in die Buchdecke eingeklebt. Jap, noch mehr Leim. 😉

Was ist das? Ein Guckloch im Buchdeckel?
Nein, das ist eine Öse für das Gummiband, das später das Buch verschließen soll. Dann nur noch Gummiband einfädeln – fertig!

 Und so sieht das Ganze jetzt aus:

Leider gab es das Gummiband nur in schwarz. Rot wäre mir lieber gewesen. Jetzt ist das Buch schwarz-rot-gelb. Hat den Deutschen bei der EM leider auch nicht mehr Glück gebracht. Nun ja.
Aber ansonsten ist es genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe (wenn man von den Flecken und der etwas verstochenen Bindung in der Mitte mal absieht *hust*) und ich weiß auch schon, wofür ich es verwenden werde. Jahaaa, tatsächlich! Ein Notizbuch in meinem Besitz, in das auch etwas reingeschrieben wird! 😉

So. Nun wisst ihr, dass das Bücherei noch unter den Lebenden weilt und was es so treibt. Für mich ist jetzt erstmal wieder lernen angesagt. Pressemarketing … Furchtbar interessant, wenn man gar nicht zur Zeitung will. Aber nun ja, muss ich wohl durch. Immerhin hab ich jetzt wieder Internet, um mich davon abzulenken. 😉

Kategorie: Allgemein

von

Baujahr 1990, Lektorin und Leseratte. Schreibt auf www.das-buecherei.de übers Lesen und das Leben mit Büchern.

4 Kommentare

  1. Hi Moena!
    Wow, ich bin total begeistert von deinem selbstgemachten Notizbuch! Nachdem ich ein paar Wochen kaum online war, bin ich gerade dabei Blogs nachzulesen und ich kann nur sagen: mich frisst der Neid, wenn ich sehe, wie toll du so ein Buch herstellen kannst. Hab mir auch gerade deine anderen diesbezüglichen Blogposts angesehen. Respekt! Sehr cool!
    Liebe Grüße, evi

    • Hallo evi!
      Ich bin auch immer noch sehr begeistert von dem Buch und fand die Veranstaltung in der Uni auch wahnsinnig interessant. Und mir macht so was auch sehr viel Spaß. 🙂
      Ob ich das allerdings alleine, zu Hause noch mal machen würde … es ist schon sehr aufwändig und ohne die Geräte in der Uni sieht es am Ende bestimmt auch nicht so "professionell" aus. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.