Monate: Januar 2013

Für flauschig-warme Lesestunden

Manche Tage sind schöner als andere. An manchen Tagen bekommt man nämlich einfach was geschenkt, ohne groß was dafür getan zu haben. So wie heute, denn nachdem ich das bunt eingewickelte Päckchen eine gefühlte quälende Ewigkeit (zwei Tage) auf dem Schreibtisch liegen hatte, durfte ich es heute eeendlich auspacken, als ich von der Prüfung nach Hause kam. Und drin war … Eine Lesedecke! Sogar hübsch im Tragetäschchen. (Ich gebe zu, zum Zeitpunkt des Fotos hatte ich die Decke schon einmal ausgepackt – ursprünglich war sie ordentlicher zusammengefaltet. 😉 ) Und das ist das gute Stück. Ich hatte irgendwann mal angedeutet, wie toll und praktisch ich diese Lesedecken mit Ärmeln finde, weil ich abends beim Lesen auf dem Sofa immer an den Armen friere und eine normale Decke da ziemlich umständlich ist. Und das hat sich Schatz offensichtlich gemerkt und mir so eine Decke geschenkt. 🙂 Beim Auspacken war ich ja etwas skeptisch, weil ich dachte, dass die Decke wirklich richtige Ärmel hätte. Hat sie aber nicht, sondern sie wird mit Druckknöpfen so geknöpft, dass sich …

Ich bin verliebt!

Da ist sie also, die berüchtigte Prüfungszeit. Die erste Prüfung ist geschrieben (Medienökonomie Presse – unglaublich spannend. Irgendwie kam mir der Stoff so bekannt vor. Hab ich den Kram nicht schon für drei andere Prüfungen gelernt? …), die nächste steht ausgerechnet übermorgen an meinem Geburtstag auf dem Programm (Verlagsherstellung Buch, ganze 6 ECTS – drei Kreuze, wenn die Uhr am Donnerstag 12 schlägt) und zwischen Skripten, Zusammenfassungen und Fragenkatalogen weiß ich schon gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Damit ich abends noch irgendwie zum Abschalten und Schlafen komme, wird da das Lesen umso wichtiger. Und gute Bücher! So habe ich gestern „Die Elefanten meines Bruders“ beendet. Ich muss sagen, dafür dass ich selbstverlegten Büchern eher kritisch gegenüberstehe, hat mich das E-Book doch sehr positiv überrascht. Die Rezension folgt demnächst, ich hoffe, dass ich am Wochenende dazu komme. Immerhin fehlen ja auch noch die Rezensionen zu „Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims“ und „Frag nicht nach meinem Namen“. Und weil ich gestern, am Abend vor der Prüfung, nicht ohne Buch ins Bett gehen konnte, …

[REZENSION] Cynthia J. Omololu: »Für immer die Seele«

Cynthia J. Omololu Für immer die Seele Originaltitel: Transcendence Dressler 1. Auflage, Februar 2013 Hardcover Seiten: 381 ISBN: 978-3-7915-1505-2 Vielen Dank an den Dressler Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars. Inhalt Eigentlich sollte es nur ein ganz normaler Urlaub mit ihrem Vater und ihrer Schwester werden. Doch als Cole den Tower von London besichtigt, wird sie von einer beängstigenden Vision heimgesucht: Sie erlebt eine Hinrichtung, die an diesem Ort vor vielen Jahren stattgefunden hat. Sie kann die Angst und die Verzweiflung der jungen Frau auf dem Schafott deutlich spüren – und Cole weiß: Diese Hinrichtung ist nicht irgendeine. Es ist ihre eigene. Und es ist nicht das einzige Erlebnis dieser Art, das Cole hat. Immer wieder fühlt sie sich in andere Zeiten, an andere Orte versetzt, obwohl sie nie dort gewesen ist. Es ist, als hätte Cole all das erlebt – in einem früheren Leben. Als Cole von den Bildern überwältigt in Ohnmacht fällt, landet sie in den Armen von Griffon. Er erkennt sofort, dass Cole etwas Besonderes ist. Kein Wunder, denn auch er kann …

[REZENSION] Siobhan Dowd: »Der Junge, der sich in Luft auflöste«

Siobhan Dowd Der Junge, der sich in Luft auflöste Originaltitel: The London Eye Mystery Carlsen 5. Auflage, 2008 Hardcover Seiten: 284 ISBN: 978-3-551-58188-6 Inhalt Menschen lösen sich nicht einfach so in Luft auf, oder? Doch genau das scheint mit Teds Cousin passiert zu sein – Salim ist nämlich in eine Gondel des Londoner Riesenrades gestiegen und nicht wieder unten angekommen. Ist Salim in eine Zeitschleife geraten und sitzt in einem Paralleluniversum fest? (Eine von Teds acht Theorien.) Oder ist er entführt worden? (Das glaubt Tante Gloria.) Und ist er überhaupt noch am Leben? (Aber das sagt keiner.) Diese Geschichte handelt davon, wie Teds seltsames Gehirn versucht den Fall zu lösen. Wie Ted und seine große Schwester Kat jede Spur verfolgen, um Salim zu finden. Und dabei spielen der Dodo, das Wetter, 18 Fotos von einer Wäscheleine und die erste Lüge nach 12 Jahren und 188 Tagen auch eine Rolle. Meine Meinung »Der Junge, der sich in Luft auflöste« war eins der Bücher, die seit meiner Ausbildung in der Kinder- und Jugendbuchabteilung auf meiner Wunschliste standen. …

Neuzugang Januar 2013

Eigentlich (warum beginne ich Neuzugangsposts so oft mit „eigentlich“?) wollte ich mir bis zu meinem Umzug in nicht mal mehr fünf Wochen keine neuen Bücher mehr kaufen. Aber es sieht ganz so aus, als würde mein Stapel an noch zu lesenden Büchern einfach nicht kleiner werden wollen. Erst kam letzte Woche das Leseexemplar von Dressler, das ich auch sofort angefangen habe zu lesen. Und gestern erreichte mich dann die liebe E-Mail eines Autors, der mir sein Buch vorstellte: Helmut Pöll„Die Elefanten meines Bruders“ Billy Hoffmann ist zehn und findet es doof, dass zwischen seinem Vor- und Nachnamen kein „Tiee“ steht wie bei einem Amerikaner. „Tiee“ stünde für Trevor oder Timothy, was ziemlich cool wäre. Sein größter Wunsch ist es, mit seinem großen Bruder Phillipp in den Zirkus zu den Elefanten zu gehen. Das kann er aber nicht, weil der Bruder am Vorabend der Vorstellung überfahren wird. Mit seinen zehn Jahren leider er an ADHS. „Das habe ich aber gar nicht“, sagt er. „Ich habe nur viel Energie“. Deshalb rennt er auch zwanzigmal um die Säule …

[REZENSION] Julia Romp: »Das Wunder auf vier Pfoten«

Julia Romp Das Wunder auf vier Pfoten Originaltitel: A friend like Ben blanvalet 1. Auflage, Oktober 2012 Taschenbuch Seiten: 317 ISBN: 978-3-442-37852-4 Inhalt Der 9-jährige George ist schwer autistisch, keine Therapie scheint zu helfen. Ein kleines Wunder geschieht, als seiner Mutter Julia eine halb verhungerte Katze zuläuft. Sie pflegt sie gesund und bald gehört Ben zu ihrer Familie. Ben ist das erste Wesen, mit dem George spricht und spielt, endlich vermag der Junge Fuß in der Welt zu fassen. Aber dann verschwindet die Katze spurlos – und Julia weiß: Für ihren Sohn muss sie Ben wiederfinden. Meine Meinung »Das Wunder auf vier Pfoten« entdeckte ich eher zufällig und weil ich Geschichten liebe, in denen Katzen die Hauptrolle spielen, wanderte es erstmal auf meine Wunschliste. Als ich es dann zu Weihnachten geschenkt bekam, musste ich es einfach sofort lesen. Wer darüber nachdenkt, dieses Buch zu lesen, sollte sich zuerst darüber im Klaren sein, dass ihn hier keine fiktive, märchenhafte Wundergeschichte erwartet, sondern eine wahre Geschichte, wie sie das Leben schreibt. Denn Julia Romp schildert in »Das …