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Magische Lesemomente

Kennt ihr das? – Ihr legt ein Buch zur Seite und würdet am liebsten laut seufzen. Irgendwie war das Buch viiiel zu schnell ausgelesen und hätte noch ewig so weitergehen können, andererseits ist man aber auch froh, dass es zu Ende ist, weil man sich so sehr ein gutes Ende für die Protagonisten gewünscht hat. Und dann hängt einem das Buch noch Stunden oder Tage später im Kopf, in einzelnen Sätzen oder als Gefühl.

Bei  welchem  Buch  ging  es  euch  zuletzt  so ?

Mir ging es so, als ich in den letzten Tagen „Isla Schwanenmädchen“ las. Endlich mal wieder ein Buch, das mich so richtig gefesselt und verzaubert hat, bei dem ich mitleiden und mitfiebern konnte, obwohl das Buch gar nicht von Spannung lebt. So musste ich gestern Nachmittag die letzten vierzig Seiten unbedingt lesen, obwohl ich eigentlich für meine Prüfung hätte lernen sollen. Aber das Buch war einfach so viel besser als das Skript für Arbeitspädagogik …
Ohne zu viel verraten zu wollen (die Rezension will schließlich auch noch geschrieben werden), hatte dieses Buch einfach etwas Magisches. Eine bittere, bedrückende Stimmung, und doch mit so viel Hoffnung und Leichtigkeit am Horizont.
Kurz: Ein Buch, in das ich mich schon auf den ersten Seiten verliebt habe und das diesen Eindruck bis zum Schluss gehalten hat.

Für jedes nachfolgende Buch ist es da natürlich schwierig, diesen Eindruck zu wiederholen und am liebsten hätte ich „Isla Schwanenmädchen“ auch noch viel länger nachwirken lassen. Aber da ich gestern Abend nicht so leicht einschlafen konnte, musste dann doch noch ein neues Buch her. Meine Wahl fiel spontan auf „Mein Traumschiff“ von Ilse Behl. Das Buch hatte ich auf der Buchmesse bei einem Vorstellungsgespräch bekommen und seitdem lag es auf meinem Lesestapel. Die ersten Seiten lesen sich gut, der Schreibstil ist interessant, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich ihn ein ganzes Buch lang gut finden werde. Wir werden sehen.

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Baujahr 1990, Lektorin und Leseratte. Schreibt auf www.das-buecherei.de übers Lesen und das Leben mit Büchern.

2 Kommentare

  1. Hallo Jasmin!

    Einen solchen magischen Lesemoment hatte ich bei "Raum" von Emma Donoghue. Dabei war ich am Anfang gar nicht so begeistert, weil die ersten Seiten anstrengend zu lesen sind. Aber dann hat man sich an die Perspektive des fünfjährigen Jack gewöhnt und will ihn nur noch beschützen. Und noch heute spukt die Geschichte und Jack in meinem Kopf herum;).
    Liebe Grüße, Iris

    • Ui, "Raum" steht auch schon seit seinem Erscheinen auf meiner Wunschliste. Klingt so, als sollte ich es beim nächsten Buchkauf wirklich mal ins Auge fassen. 🙂

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