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Monatsrückblick Januar 2013

Der erste Monat des neuen Jahres ist schon wieder vorbeigezogen und mit dem neuen Jahr möchte ich hier beim Bücherei mal eine neue Kategorie einführen: den
Monatsrückblick!

Auf vielen Bücherblogs wird am Ende jedes Monats ein Rückblick geschrieben mit der Zahl der gelesenen Bücher und mit Statistiken über insgesamt umgeblätterte Seiten; es wird versucht, mindestens ein Buch mehr zu lesen als in den letzten dreißig Tagen oder den monströsen SuB abzubauen …
Ganz so wird der Monatsrückblick beim Bücherei nicht ausfallen.

Ich werde natürlich auf die Bücher zurückschauen, die ich in diesem Monat gelesen habe, und meine Highlights und Flops kommentieren. Aber ich werde nicht damit anfangen, Seitenzahlen zusammenzuzählen oder Vorgaben aufzustellen, was oder wie viel im nächsten Monat gelesen werden muss. Mein Monatsrückblick wird weder eine Statistik noch ein Wettbewerb. Ich weiß, dass ich nicht die schnellste Leserin bin und andere sicher viel mehr Bücher im Monat verschlingen, aber ich verbringe gerne viel Zeit mit einem einzelnen Buch und ich habe auch nicht das Ziel, mehr Bücher im Jahr „abzuarbeiten“ als 2012.

Mein Rückblick wird also lediglich das, was der Titel sagt – ein Rückblick. Eine kleine Erinnerung an die vergangenen Lesemomente, ein Zurückschauen auf die gelesenen Bücher, bevor sie im Bücherregal (oder demnächst in der Umzugskiste) verschwinden. Und manchmal auch eine kleine Vorschau, wenn ich für die Rezension mal wieder länger brauche. 😉

Also dann – hier kommt der erste Monatsrückblick meines Blogs!

Monatsrückblick Januar 2013
Der Januar stand ganz im Zeichen von Prüfungen, abzugebenden Projekten und Hausarbeiten und vor allem ziemlich viel Stress. Dass das Lesen in solchen Zeiten umso wichtiger für mich ist, um abends abschalten und runterkommen zu können, habe ich ja erst neulich erzählt. Und so wurde in den letzten Wochen nicht nur Medienökonomie und Verlagsherstellung gebüffelt, sondern nebenbei viel gelesen und am Blog gewerkelt.
Mitte des Monats gab es beim Bücherei ein paar optische Veränderungen in Sachen Social Media Buttons und Buchbewertungen, von denen ich zugegebenermaßen immer noch ziemlich begeistert bin. 😀 Außerdem habe ich endlich einen Weg gefunden, wieder vernünftige Miniaturbilder auf meine Facebookseite zu bekommen.

Rezensionstechnisch habe ich es Anfang des Monats geschafft, alle „Altlasten“ zu beseitigen und die ausstehenden Rezensionen aus dem letzten Jahr zu schreiben. Im Laufe des Monats wurden die meisten davon auch veröffentlicht, nur eine ruht derzeit noch im Speicher. Dafür haben sich auf der To-Do-Liste wieder drei neue Rezensionen angesammelt, die demnächst erst noch geschrieben werden wollen.

Gelesen

Gelesen habe ich diesen Monat folgende Bücher:

Julia Romp: „Das Wunder auf vier Pfoten“
Annabel Pitcher: „Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims“
Stefan Casta: „Frag nicht nach meinem Namen“
Cynthia J. Omololu: „Für immer die Seele“
Helmut Pöll: „Die Elefanten meines Bruders“
angefangen: Lucy Christopher: „Isla Schwanenmädchen“
Goldene und faule Eier

Meine Tops und Flops des Monats.


Top war im Januar auf jeden Fall Annabel Pitchers „Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims“. Ich hatte das Buch viel zu schnell ausgelesen und von mir aus hätte es doppelt so dick sein können. Annabel Pitcher erzählt mit so viel Gefühl und behandelt Themen wie Trauer um ein Familienmitglied, Fremdenhass, Freundschaft und Zusammenhalt, ohne dem Leser dabei den mahnenden Zeigefinger vor Augen zu halten. Einfach eine wunderschön erzählte Geschichte, die von mir deshalb das goldene Ei bekommen hat.


Flop des Monats war leider Stefan Castas „Frag nicht nach meinem Namen“. Von diesem Buch hatte ich mir einfach viel mehr versprochen. Cover und Klappentext machen einen sehr mysteriösen Eindruck, der ein spannendes Buch erwarten lässt, aber diese Erwartung konnte der Roman nicht erfüllen. Die Handlung drehte sich eher im Kreis bzw. war kaum vorhanden und insgesamt war mir die Geschichte einfach zu nichtssagend, um mehr als drei Eier vergeben zu können.

Zitat des Monats

»Das Tragische ist, dass zwei, die sich lieben, einander nicht verstehen. Das Komische ist, dass zwei, die einander nicht verstehen, sich lieben.«

(Stefan Casta: »Frag nicht nach meinem Namen«)
Ausblick

Auch im Februar habe ich noch drei Prüfungen hinter mich zu bringen, eine Hausarbeit abzugeben und ein Projekt fertigzustellen. Genug Arbeit also in den nächsten zwei Wochen. Danach steht mein Umzug nach Berlin bevor – endlich! Ich kann es gar nicht mehr erwarten, auch wenn es bedeutet, dass viele meiner Sachen und vor allem meiner Bücher fürs Erste in Kisten und Kartons verschwinden müssen. Aber Schatz plant schon, ein neues Bücherregal zu kaufen, damit ich zumindest ein paar meiner Buchschätze unterbringen kann.

Ansonsten haben sich auf meinem Blog derzeit scheinbar ein paar Spambots eingenistet, die mich seit zwei Wochen ständig nerven, indem sie mir sinnfreie englische Kommentare hinterlassen. Deshalb hatte ich in den letzten Tagen die Sicherheitsabfrage für Kommentare eingeschaltet, um Ruhe zu haben. Aber ich hasse diese Bildchen, auf denen man irgendwelche Buchstaben- und Zahlenkombinationen entziffern muss, bevor man seinen Kommentar abschicken darf, und möchte sie auf meinem Blog eigentlich nicht haben. Deshalb habe gestern etwas anderes versucht. Ich habe den meistbetroffenen Blogeintrag ganz einfach gelöscht und dann mit demselben Datum neu eingestellt, damit er eine neue URL bekommt. Das scheint so weit erstmal geholfen zu haben, denn seitdem war Ruhe. Schade ist nur, dass bei der Methode die Kommentare von euch leider mitgelöscht werden. :/ Aber zum Glück war es bisher nur ein relativ unbesuchter Post, der vorher nur 10 bis 20 Aufrufe hatte (und durch die Spambots inzwischen über 300!).
Sollte das Problem weiterhin bestehen, werde ich die Sicherheitsabfrage aber wieder einschalten müssen.

Das war mein Monatsrückblick für den Januar. Ich werde mich jetzt in meine neue Lesedecke kuscheln und noch ein paar Seiten schmökern, bevor es morgen wieder ans Lernen geht. 😉

Kategorie: Allgemein

von

Baujahr 1990, Lektorin und Leseratte. Schreibt auf www.das-buecherei.de übers Lesen und das Leben mit Büchern.

8 Kommentare

  1. Schöner Rückblick, gefällt mir sehr gut 😉
    "Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims" will ich unbedingt auch bald lesen – klingt wirkich sehr gut 🙂 Und das Zitat ist ja mal richtig schön, auch wenn es aus deinem Flop des Monats Buch stammt^^
    Wünsch dir viel Glück bei deinen Prüfungen und entspann dich zwischendurch mit ein paar schönen Büchern 😉

    LG Filo

    • Danke, das freut mich. 🙂
      "Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims" ist wirklich schön. Es werden so viele Probleme und Themen angesprochen und miteinander verknüpft und trotzdem wird die Geschichte so toll erzählt … aber mehr dazu in der Rezension, die ich noch schreiben muss. 😉

      Das Zitat stammt auch gar nicht so richtig aus dem Flop-Buch, sondern von irgendeinem Philosophen, der in dem Buch mit diesem Satz zitiert wird, dessen Namen ich aber vergessen habe. *hust*

      Danke dir für die guten Wünsche und klar – Entspannung in Form von Büchern muss einfach sein. 😉

  2. Bonsoir Moena.
    Noch ein paar wenige Tage fleißigen Werkelns und Du verläßt die wohl größte Kleinstadt des Südens. 🙂

    Eine durchweg herzliche Geste, daß Dein Freund mit einem neuen Regal für Dich aufwartet.

    Oh ja, die Spam-Orks gehen auch mir nervend auf Konfrontationskurs, wenn ich in Blogs das Name-Profil deaktiviert sehen muß.
    So besehen habe ich kein wirkliches Problem mit einer Sicherheitsabfrage. Im Gegenteil amüsieren mich die teils skurilen Wortschöpfungen dort bestens. Um einen Kommentar schreiben zu können, gehe ich den "Mehraufwand" gern an.

    Get yourself some good time!

    bonté

    • Ja, noch zwei Wochen und zwei Tage. Die werden schon jeden Abend im Kalender abgestrichen.

      Und ja, die Sache mit dem Regal ist toll, vor allem, weil die Idee nicht von mir angeregt wurde. Aber er liest ja zum Glück auch ganz gern und kann mein Bedürfnis nach meinen Schätzen deshalb zumindest ansatzweise nachvollziehen. 😉

      Eine sehr interessante Sicherheitsabfrage hatte ich übrigens mal auf Facebook – das verlangte dann chinesische Schriftzeichen von mir. Ich ärgere mich immer noch ein bisschen, dass ich davon keinen Screenshot gemacht habe.

    • Danke. 🙂
      "Für immer die Seele" ist recht gut, wenn man eben die typischen Jugendbuch-Trilogien mag. Außerdem ein sehr schöner Schreibstil, der mir von Anfang an gefiel. Ich bin gespannt auf die anderen Bände.

  3. Wie schön, dass dir "Meine Schwester…" auch so gut gefallen hat. Schreibst du noch eine Rezension dazu?

    Ich habe das Buch vor einiger Zeit einer Freundin empfohlen, die nicht so viel liest und auch wenig Zeit dazu hat, aber dieses Buch hat sie so sehr berührt, dass sie sich die Lesezeit einfach genommen hat. Hach… :))

    • Ja, die Rezension kommt auf jeden Fall noch. Eigentlich wollte ich sie schon längst geschrieben haben, aber derzeit schiebe ich mal wieder alles vor mir her … *hust*

      Das Buch ist wirklich toll. Ich hatte es auch ziemlich schnell durch und hab mich ein bisschen geärgert, dass ich es so schnell zur Seite legen "musste". Aber andererseits kann man auch so schwer aufhören, wenn man es einmal angefangen hat. 🙂

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