Monate: März 2013

[REZENSION] Raquel J. Palacio: »Wunder«

Raquel J. Palacio Wunder Originaltitel: Wonder Hanser 1. Auflage, 2013 Hardcover Seiten: 380 ISBN: 978-3-446-24175-6 Inhalt Der zehnjährige August ist es gewöhnt, dass andere Menschen ihn anstarren oder ihm aus dem Weg gehen. Er weiß auch, dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind. Sie wissen nur nicht, wie sie mit ihm umgehen sollen.  Der Grund dafür ist ein angeborener Gendefekt, der Auggies Gesicht entstellt. Weil er deshalb seit seiner Geburt so oft operiert werden musste, hat er noch nie eine richtige Schule besucht. In seiner Welt gab es meist nur ihn, seine Eltern und seine große Schwester Via. Doch jetzt soll August in die fünfte Klasse gehen und das wird nicht nur für ihn zur größten Herausforderung seines Lebens. Meine Meinung »Ich werde nicht beschreiben, wie ich aussehe. Was immer ihr euch vorstellt – es ist schlimmer.« »Wunder« ist eins der Bücher, auf die ich von selber vermutlich nie aufmerksam geworden wäre. Das Cover wäre mir im Laden bestimmt nicht aufgefallen und der Titel springt auf Anhieb auch eher weniger ins Auge. …

Testbericht zum E-Reader tolino shine

Gastbeitrag von PhanThomas tolino,  so  weit  das  Auge  reicht Verpackung im Schuber Am tolino kommt man nicht vorbei, wenn man dieser Tage einen Buchladen betritt. Wer nicht schaut, wo er hinläuft, stolpert spätestens nach zehn Schritten über einen Präsentationstisch mitsamt eingeschaltetem Gerät – zumindest ist das bei Thalia so. Die aggressive Fernsehwerbung tut derzeit ihr Übriges. tolino shine in aller Munde also, aber ist die viele Werbung auch gerechtfertigt oder doch eher notwendig? Nun, auf den ersten Blick ist der tolino shine ein sehr unaufgeregt gestaltetes Gerät. Zuerst sagte mir die schlichte Optik samt braun-grauem Farbton so gar nicht zu, doch kaum nahm ich das Ding selbst in die Hand, änderte sich das schlagartig. Der tolino ist hervorragend verarbeitet. Keine überstehenden Kanten, ausgezeichnete, leicht samtene Haptik, die das Gerät sehr griffig macht, nichts klappert oder wackelt. Da macht schon das Anfassen allein Spaß. Insgesamt kommt der Reader mit drei Tasten aus: Der Ein-Aus-Schalter und eine kleine Taste zum An- und Abschalten der eingebauten Beleuchtung am oberen Rand, außerdem bringt ein Home-Button unterhalb des Bildschirms den …

Spontaner Bücherkauf mit Extras

Relativ spontan hatten wir uns dazu entschieden, heute zu einer größeren Buchhandlung zu fahren. Schatz wollte ein bestimmtes Buch, ich wollte eigentlich so schnell keine neuen Bücher kaufen – und wie das so ist: am Ende kam beides etwas anders als geplant. *hust* Nachdem das Buch schon seit seiner Ankündigung auf meiner Wunschliste stand und Lizzie mich dann gestern mit ihrem Kommentar daran erinnerte, dass mir dieses eine Buch noch in meiner Sammlung fehlt, ging ich heute gezielt auf die Suche danach – und wurde fündig. (Es ist doch immer wieder nützlich, eine Buchhändlerausbildung zu haben.) Die Rede ist von „Noir“ von Jenny-Mai Nuyen. Und es ist tatsächlich bei nur diesem einen Buch geblieben. Ich bin ein kleines bisschen stolz auf mich. 😉 Aber viel erwähnenswerter, weil irgendwie ziemlich unerwartet, ist der Einkauf meiner besseren Hälfte. Da sein Wunschbuch nicht zu finden war, ging er mit zwei anderen Dingen nach Hause, die ich persönlich ja viel besser finde: Zum Einen entdeckten wir eine sehr hübsche Comicausgabe von „Der Zauberer von Oz“, die Schatz dann kurzerhand …

[REZENSION] Stefan Casta: »Frag nicht nach meinem Namen«

Stefan Casta Frag nicht nach meinem Namen Originaltitel: Näktergalens Sang Fischer Schatzinsel 1. Auflage, 2009 Hardcover Seiten: 320 ISBN: 978-3-596-85312-0 Inhalt Er hätte sie beinahe erschossen, als er den prächtigen Rehbock erlegen wollte. Im letzten Moment kann er die Flinte zur Seite reißen. Zart und zerbrechlich wie ein Vogel wirkt sie auf Victor – doch sie kann auch überraschend energisch sein. Wer ist dieses Mädchen? Warum verheimlicht sie ihren richtigen Namen? Und was hat sie zu verbergen? Meine Meinung »Frag nicht nach meinem Namen« ist eins der Bücher, die mir nur durch Zufall über den Weg gelaufen sind. In diesem Fall war es auf Rebuy, wo ich es schließlich auch kaufte. Ich hatte vorher noch nie etwas von dem Buch gehört, aber das Cover und auch der Klappentext ließen eine mysteriöse, düstere Geschichte vermuten. Beim Lesen stellte sich dann heraus, dass »Frag nicht nach meinem Namen« auch eins der Bücher ist, in denen man nicht das findet, wonach sie von außen aussehen. Der neunzehnjährige Victor lebt als Adoptivkind auf dem abgelegenen und etwas heruntergekommenen Hof …

Die neue Heimat für meine Bücher

Heute ist endlich das letzte, sagen wir mal ›Accessoire‹ für mein Bücherregal angekommen. Für mein neues Bücherregal! Und zur Feier des Tages muss ich es euch einfach mal zeigen. 🙂 So sah mein »Regal« vor ein paar Wochen aus: drei vollgepackte Umzugskisten mit Büchern. Die anderen Bücher durften aus Platzgründen leider nicht mit nach Berlin umziehen – nur die hübschesten, besten und liebsten. Die Auswahl fiel zum Glück nicht ganz so schwer. Seitdem sind nicht nur einige Tage vergangen, sondern es hat sich auch viel getan. Einen Besuch bei IKEA und ein paar Stunden Aufbauarbeit später sieht das Ganze nun so aus: Sieht im Schlafzimmer sehr dekorativ aus und macht es gleich viel gemütlicher. Meine Warriors-Sammlung passt wie angegossen in die oberen Fächer und meine Schreibfedern haben auch ihren Platz gefunden. Zum Schluss noch ein paar „Innenansichten“: Hach. Ich glaube, ich bin verliebt. 🙂

[REZENSION] Annabel Pitcher: »Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims«

Annabel Pitcher Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims Originaltitel: My Sister lives on the Mantelpiece Goldmann 1. Auflage, Mai 2012 Hardcover Seiten: 220 ISBN: 978-3-442-31253-5 Inhalt Der zehnjährige Jamie hatte eine Schwester namens Rose, aber wirklich erinnern kann er sich nicht mehr an sie. Seit sie vor fünf Jahren durch einen terroristischen Anschlag in London ums Leben kam, steht ihre Asche in einer Urne auf dem Kaminsims. Und seit diesem Tag ist seine Familie nicht mehr dieselbe. Sein Vater versinkt in Trauer, trinkt, um nicht daran denken zu müssen, und vergisst dabei, dass er noch zwei Kinder hat, die leben. Jamies Mutter hat das irgendwann nicht mehr ertragen und die Familie verlassen, um weit weg mit einem anderen Mann zu leben. Nur Jamies große Schwester Jas kümmert sich um ihn. Dabei hat sie ihre ganz eigenen Probleme und die fehlende Aufmerksamkeit ihrer Eltern kann auch sie nicht ersetzen. Erst als Jamie in der Schule Sunya kennenlernt, wird alles anders – wenn auch nicht unbedingt einfacher. Meine Meinung »Meine Schwester lebt auf dem Kaminsims« war eine …

[REZENSION] Andreas Steinhöfel: »Rico, Oskar und das Herzgebreche«

Andreas Steinhöfel Rico, Oskar und das Herzgebreche Carlsen 4. Auflage, 2010 Hardcover Seiten: 269 ISBN: 978-3-551-55459-8 Nachdem ich vor einiger Zeit bereits »Rico, Oskar und die Tieferschatten« gelesen und Rico in mein Herz geschlossen hatte, wollte ich auch unbedingt die anderen beiden Bände der Reihe lesen, die inzwischen erschienen sind. »Rico, Oskar und das Herzgebreche« ist der zweite Band, der dem ersten in nichts nachsteht, was den kurzweiligen Lesespaß betrifft. Ein paar Unterschiede gibt es allerdings doch. Inhalt Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Fall um den Entführer Mister 2000 liegt Rico im Krankenhaus und ist ziemlich stolz auf das, was er und Oskar geleistet haben. Aber seine Mutter verhält sich merkwürdig und hält ihn von den Fernsehkameras fern. Ganz im Gegensatz zu Oskars Vater, dem es nur recht wäre, wenn sein Sohn ins Fernsehen käme. Aber Oskar weigert sich und ist sogar inkognito unterwegs – mit einer übergroßen Sonnenbrille. Zu Hause angekommen, müssen sich die beiden gleich auf die Spur eines neuen Falls machen. Dieses Mal geht es um Ricos Mutter und die Taschen, die sie …

[REZENSION] Maggie Stiefvater: »Rot wie das Meer«

Maggie Stiefvater Rot wie das Meer Originaltitel: The Scorpio Races Script5 1. Auflage, 2012 Hardcover Seiten: 426 ISBN: 978-3-8390-0147-9 Inhalt Jedes Jahr im November wird die Insel Thisby von den Capaill Uisce heimgesucht – wunderschönen Pferden, die direkt der rauen See entsteigen. Doch ihre Schönheit ist trügerisch, denn sie sind gefährliche Raubtiere, die nur der Hunger nach Fleisch an Land treibt. Schnell wie der Seewind und tückisch wie das Meer, ziehen sie die Menschen in ihren Bann. Beim alljährlichen Scorpio-Rennen, bei dem die Teilnehmer auf ihren gefangenen Capaill Uisce gegeneinander antreten, lassen nicht wenige Männer ihr Leben. Jedes Jahr färbt ihr Blut und das ihrer Capaill die Wellen des Meeres rot. Auch Sean Kendrick musste als kleiner Junge mit ansehen, wie sein Vater bei diesem Rennen starb. Trotzdem lebt Sean für das Rennen und für das Pferd, das ihn viermal in Folge zum Sieg galoppierte. Doch dieses Jahr wird das Rennen nicht so sein wie all die Jahre zuvor: Als erste Frau hat sich Kate Connolly, von allen nur Puck genannt, in den Kopf gesetzt, …

[REZENSION] Helmut Pöll: »Die Elefanten meines Bruders«

Helmut Pöll Die Elefanten meines Bruders CreateSpace 1. Auflage, 2012 EPUB Seiten: 262 Vielen Dank an den Autor für das Bereitstellen des E-Books. Inhalt Der größte Wunsch des elfjährigen Billy ist es, mit seinem großen Bruder Phillipp in den Zirkus zu den Elefanten zu gehen. Doch das geht nicht, denn Phillipp ist nicht mehr am Leben. Seitdem ist Einiges anders. Billy leidet an ADHS und besucht deshalb regelmäßig seine Therapeutin. »Das habe ich aber gar nicht«, sagt er. »Ich habe nur viel Energie«. Deshalb rennt er auch zwanzigmal um die Säule vor der Tiefgarageneinfahrt, bis seine Mutter das Auto geholt hat – und muss zwanzigmal in anderer Richtung zurückrennen, bevor er einsteigen kann, da sonst die Energie des Universums aus dem Gleichgewicht geraten könnte. Völlig logisch! Die Welt der Erwachsenen ist für Billy dagegen meist ziemlich unverständlich. Und so lebt er lieber in seiner eigenen kleinen Welt. Einer Welt, in der hauptsächlich Schwarz-Weiß-Filme und Mona eine Rolle spielen. Und zwei versteckte Zirkuskarten. Meine Meinung Als mir »Die Elefanten meines Bruders« zur Rezension angeboten wurde, habe …

Wunder

Es ist sieben Uhr morgens und ich bin wach und kann nicht mehr einschlafen. Für einen ausgesprochenen Langschläfer wie mich ist das ein Wunder, vor allem, da ich mir vorgenommen hatte, heute auszuschlafen. Noch ein Wunder ist, dass es mir nach nur drei Stunden Schlaf heute besser geht als gestern und den Abend davor, denn da plagte mich ein Magen-Darm-Irgendwas in Verbindung mit Kopfschmerzen und Müdigkeit. Im Moment grummelt mein Magen aber nur vor Hunger und nach zwei Tagen ohne rechten Appetit stimmt mich das zuversichtlich. Gestern Abend habe ich die letzten fünfzig Seiten von „Rot wie das Meer“ ausgelesen. Punkt Mitternacht. Nachdem ich dem Buch von Anfang an skeptisch gegenüberstand und es eigentlich nicht einmal einen Platz auf meiner Wunschliste ergattert hatte, bin ich nun doch glücklich, dass ich das Buch so spontan gekauft und gelesen habe – noch ein Wunder. Denn ich war wirklich bereit, dieses Buch nicht zu mögen. Und das, obwohl (oder gerade weil) ich Maggie Stiefvaters Wolfstrilogie so geliebt habe. Aber gut, mehr zu „Rot wie das Meer“ gibt es …