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Buchhandels-Flashmob

Als ich vor ein paar Tagen das erste Mal vom Buchhandels-Flashmob hörte, war ich zuerst hin und her gerissen: Einerseits brauchte ich gerade eigentlich keine neuen Bücher, immerhin lagen noch zwölf ungelesene Bücher in meinem SuB-Körbchen. Andererseits bin ich nicht nur Buchliebhaber und Fan kleiner, gemütlicher Buchläden, sondern auch gelernte Buchhändlerin und damit ist es ja quasi fast schon Pflicht bei so einer Aktion mitzumachen!
Als mich die liebe Nana dann gestern auf Facebook zur Veranstaltung einlud, konnte ich nicht mehr anders. Zum Teufel mit SuB und studentischer Geldknappheit, dachte ich. Ein Buch kann man ja wohl kaufen!

Ein Buch. Klar doch. – Wer jemals mit mir zusammen eine Buchhandlung betreten hat, weiß, wie unmöglich dieser Vorsatz ist. 😉

Und so stiefelte ich bei Wind, null Grad und leichtem Schneegestöber los. Mein Ziel: Die Akazienbuchhandlung hier in Berlin-Schöneberg.

Wie man sieht, war der Nur-ein-Buch-Vorsatz mal wieder sehr schnell vergessen. Aber in dieser lauschigen kleinen Buchhandlung fällt mir das auch besonders schwer. Ich war noch gar nicht so oft dort, aber schon als ich den Laden zum ersten Mal betreten habe, fühlte ich mich zwischen den Regalen gleich wohl – das ist tatsächlich etwas, das nicht jede Buchhandlung schafft. Was mir hier aber ganz besonders gut gefällt, ist die Buchauswahl. Die Jugendbuchecke ist zwar sehr überschaubar, aber dafür wirken die Titel liebevoll ausgesucht. Auf dem Tisch liegen nicht die allseits bekannten Bestseller im großen Stapel, die stehen teilweise sogar nur als Einzelbuch im Regal. Meine Wunschliste brauche ich deshalb meist gar nicht erst auszupacken. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn dafür fallen mir dort immer einige Bücher ins Auge, von denen ich vorher nur wenig bis gar nichts gehört habe, die aber wirklich interessant klingen!
So war’s dann auch heute: Auf dem Tisch sprach mich zuerst »Der Junge, der sich Vogel nannte« an, was vor allem am Titel lag. Dann fiel mir »Die große Wildnis« wegen des Covers auf. Und schließlich entdeckte ich im Regal noch »Herr Ostertag macht Geräusche« – das einzige Buch, das vorher schon auf meiner Wunschliste stand.

So. Und nun wollte ich heute eigentlich noch ein paar Rezensionen schreiben. Aber ich muss jetzt Herrn Ostertag lesen, tut mir leid. 😉

Wie sieht’s bei euch aus? Habt ihr Zeit zum Flashmobben gefunden oder hat es der Sturm verhindert?

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von

Baujahr 1990, Lektorin und Leseratte. Schreibt auf www.das-buecherei.de übers Lesen und das Leben mit Büchern.

4 Kommentare

  1. "Herr Ostertag macht Geräusche" klingt interessant. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es so ein "Entweder-Oder-Buch" ist; also entweder ist es unheimlich toll oder unheimlich schlecht. Ich hoffe natürlich auf Ersteres und bin gespannt auf deine Meinung zu dem Buch! Genauso sieht es mit "Die Große Wildnis" aus.

    "Der Junge, der sich Vogel nannte" klingt auch interessant und auch hier bin ich gespannt auf deine Meinung. Ganz spontan musste ich bei der Inhaltsbeschreibung an "Memento – die Überlebenden" denken, was wohl am Vogel liegt.

    Viel Spaß beim lesen & liebe Grüße!

    • Bei »Herr Ostertag macht Geräusche« trifft leider Letzteres zu. Vielleicht ist »unheimlich schlecht« übertrieben, aber es war … nicht mein Fall. Leider. Die Idee mit den Zeitsprüngen hätte wirklich toll sein können!

      Die anderen beiden Bücher habe ich noch nicht angefangen, da bin ich also auch immer noch gespannt drauf und hoffe, dass sie mich mehr begeistern können. Sind aber beide auch solche Entweder-Oder-Titel, aber das sind meine Spontankäufe fast immer. »Memento« habe ich übrigens nicht gelesen, da kann ich also keine Vergleiche ziehen. 😉

    • Ich hab mich ja auch recht spontan entschieden, mitzumachen. Im Grunde genommen ist es ja auch egal, an welchem Tag du Bücher kaufst – die Buchhandlungen freuen sich mit Sicherheit immer, auch wenn nicht der 6. Dezember ist. 😉

      Ob das Buch zählt, kommt wahrscheinlich drauf an, wo es gekauft wurde. Es ging ja darum, mal eher die kleinen Buchhandlungen zu unterstützen. Aber abgesehen davon wünsche ich dir ganz viel Spaß mit Bob, dem Streuner! Mein Freund hat das Buch gelesen und fand es toll. Irgendwann will ich es mir auch mal von ihm klauen. 🙂

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