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Montagsfrage: Rezensionen vor oder nach dem Lesen?


Liest du Rezensionen zu einem Buch vor oder nach dessen Lektüre?
Das kommt ganz darauf an: Wenn das Buch sowieso schon auf meiner Wunschliste steht und ich ganz sicher bin, dass ich es unbedingt lesen will, dann ignoriere ich Rezensionen im Vorfeld meistens oder lese maximal das Fazit, weil ich dann so wenig wie möglich über den Inhalt des Buches wissen möchte.

Wenn mir das rezensierte Buch aber noch unbekannt ist oder ich nicht sicher bin, ob es was für mich wäre, dann lese ich Rezensionen, um mehr darüber zu erfahren und mich zu entscheiden. Dadurch sind schon viele Bücher überhaupt erst auf meine Wunschliste gewandert und ich habe Bücher entdeckt, die mir sonst wahrscheinlich nie aufgefallen wären. Deshalb finde ich es auch toll, wenn Blogger nicht nur die neusten Neuerscheinungen rezensieren, sondern auch ältere und unbekanntere Bücher. Hier kann man einfach so viele Schätze entdecken!

Nach der Lektüre lese ich Rezensionen dann eher durch Zufall, wenn ich darüber stolpere und neugierig bin, ob andere Leser das Buch genauso empfunden haben wie ich. Am interessantesten ist das bei Büchern, die ich selbst so richtig schlecht fand – zu lesen, warum andere Leser das Buch gut finden, wirft manchmal einen ganz neuen Blick auf die Sache.

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Baujahr 1990, Lektorin und Leseratte. Schreibt auf www.das-buecherei.de übers Lesen und das Leben mit Büchern.

7 Kommentare

  1. Das geht mir auch so, zu Büchern die ich schlecht fand, lese ich gerne begeisterte Rezensionen. Ich finde es dann interessant zu sehen, warum andere das mochten und auch, was mir selbst vielleicht entgangen ist. Manchmal hilft mir das auch, ein Buch neutraler zu sehen. Und ganz selten hilft es mir auch, ein Buch zu verstehen, gerade wenn es ein Klassiker ist.

    LG
    Julia

    • Werden Klassiker tatsächlich irgendwo rezensiert? Auf die Idee wäre ich ja nie gekommen. Aber stimmt, manchmal helfen Rezensionen auch, ein Buch oder bestimmte Stellen davon zu verstehen – oder anders zu verstehen als man sie beim Lesen verstehen wollte.

  2. RoM sagt

    Hallo Moena.
    In puncto Rezis war & bin ich ein engagierter Vielleser. Ob Buch, ob Film. Wobei mich das Wissen um Details der Stories auch nicht wirklich stört. Liegt vielleicht daran, daß ich erlesene Bücher wie Filme gern immer wieder goutiere.

    Was besondere Titel angeht – Kleinode in Machart oder Inhalt – ist man/frau hier im Buck-Kontor stets im Fokus.

    bonté

    • Was dein Viellesen angeht: Das ist mir schon aufgefallen. Und es freut mich immer wieder, wenn du das hier tust. 😉

      Stimmt, wenn man ein Buch noch einmal liest oder ein Film im Fernsehen wiederholt wird, kennt man den Inhalt auch schon. Aber das ist immer noch was anderes, finde ich – man weiß in dem Fall schon, dass man das Buch/den Film mag, sonst würde man ja nicht noch mal reinschauen wollen.
      Wenn man ein Buch zum ersten Mal liest, hat man diese Gewissheit nicht und dann bin ich egoistisch: Wenn ich mir schon nicht sicher sein kann, dass das Buch gut ist, will ich wenigstens die Überraschung haben, was darin passiert. 😛

  3. Das kommt mir bekannt vor. Ich finde es auch klasse, wenn man ältere Schätze entdecken kann 🙂 Ansonsten lese ich die Rezis auch eher danach.
    Übrigens gefällt mir der Name und der Header total gut 😀
    GlG

    • Das freut mich! 🙂

      Ja, Bücherblogs zu lesen ist ein bisschen wie Schatzsuchen. Zwischen den vielen Rezensionen pickt man sich die schönsten Perlen raus – und es hat niemand gesagt, dass Perlen neu sein müssen. 😉

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