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Der DIY-Pralinenkasten: Individuelle Schokolade von Chocri im Test

Buchmenschen sind Genussmenschen. Da stimmt ihr mir doch zu, oder? Aus diesem Grund gibt es heute einen etwas anderen Beitrag von mir. Denn es gibt schließlich nichts Besseres als ein gutes Buch, einen gemütlichen Leseplatz und – leckere Schokolade!

Kurz vor Weihnachten war ich auf der Suche nach einem kleinen Geschenk für meine Eltern. Klar, Schokolade kommt immer gut an, aber ein Pralinenkasten aus dem Supermarktregal? – Langweilig. Selbstgemachte Pralinen wären die Lösung: leckere Schokolade mit ganz persönlicher Note. Aber so was hatte ich noch nie gemacht und wer weiß, ob das Ganze nicht in einer mittleren Katastrophe geendet wäre. Also lieber nicht. Den goldenen Mittelweg fand ich schließlich durch Zufall in einem Onlineartikel: die individuellen Pralinen von Chocri.

Und weil mit Valentinstag und Ostern demnächst wieder zwei beliebte Gelegenheiten zum Schenken vor der Tür stehen und vielleicht der eine oder andere von euch noch nach einer Alternative zur 08/15-Schokolade sucht, um die heimischen Naschkatzen zu verwöhnen, will ich meine Eindrücke und Erfahrungen hier mit euch teilen.

Chocri – Willy Wonka lässt grüßen

Chocri.de ist der Onlineshop einer Berliner Schokoladenfabrik. Neben einer Auswahl verschiedener vorgefertigter Naschereien kann man hier vor allem eigene, individuelle Schokoladentafeln und Pralinen bestellen. Die Schokolade wird anschließend in Handarbeit hergestellt und verziert. Aus drei Schokosorten und vielen denkbaren und undenkbaren Füllungen und Dekorationen kann man sich hier den persönlichen Schokotraum erfüllen, und das laut Chocri klimaneutral und nachhaltig produziert. Die beiden von mir bestellten Pralinenkästen selbst waren aber alles andere als ›nachhaltig‹ – die waren nämlich ziemlich schnell vernascht. 😉

Selbst ist der Schokodesigner – individuelle Pralinen kreieren

Als erstes habt ihr die Wahl, wie viele Pralinen in den Kasten sollen: vier, zwölf oder gleich vierundzwanzig Stück. Jede eurer späteren Pralinenkreationen wird viermal produziert, es ist also nicht möglich, dass eine Praline nur einmal im Kasten vorkommt. In den kleinsten Kasten passt demnach nur eine Sorte hinein, in den mittleren drei verschiedene und mit dem größten Kasten könnt ihr euch an sechs Kreationen versuchen. Ich habe mich für zwei der großen Kästen entschieden, denn erstens wollte ich eine möglichst bunte Mischung zusammenstellen, um jeden Geschmack zu treffen, und zweitens konnte ich mich – ich geb’s ja zu – einfach nicht für nur drei Pralinensorten entscheiden. Mit dem großen Kasten hatte ich die Freiheit, mich so richtig auszutoben und das gleich zweimal. Ich merkt schon: Ich hatte Spaß. 😉

Anschließend habt ihr die Qual der Wahl: Aus drei verschiedenen Schokosorten (Vollmilch, Zartbitter und weiße Schokolade), vier Pralinenformen (Kugel, Würfel, Herz und Ei), 18 Füllungen und 16 Dekorationen könnt ihr eure Pralinen zusammenstellen. Dabei reicht die Palette von klassischen Zutaten (Marzipan und Nougat als Füllung, Kokosraspeln und Pistazien als Deko) bis zu besonderen Leckereien wie champagnercremegefüllter Schoki mit scharfen Chilischoten oder kandierten Rosenblüten obendrauf. Ihr könnt eure Pralinen sogar mit Echtgold und -silber bestreuen lassen. Jede Schokolade ist dabei mit jeder Füllung und Dekoration frei kombinierbar. Ihr könnt also einen bunt gemischten Kasten aus Herzen und Würfeln, heller und dunkler Schokolade basteln. Das freut nicht nur den Gaumen, sondern auch das Auge – und das isst ja bekanntlich mit.

Der Pralinenkasten für meine Eltern, frisch ausgepackt. Ein besonderer Augenschmaus: weiße Kugelpralinen geschmückt mit kandierten Flieder- und Rosenblüten.

Hier wird jeder spielend leicht zum Chocolatier

Das Zusammenstellen der eigenen Pralinen ist kinderleicht. Der Editor führt euch Schritt für Schritt durch den Auswahlprozess. Wollt ihr eine Wahl rückgängig machen und euch doch lieber für eine andere Füllung, Form, Dekoration oder gar Kastengröße entscheiden, könnt ihr über den jeweiligen Reiter zum entsprechenden Schritt zurückgehen, ohne dabei euren sonstigen Fortschritt zu verlieren. Auch Pralinen, die bereits als fertig zur Box hinzugefügt wurden, können noch einmal bearbeitet oder auch mehrmals in den Kasten gelegt werden.

Wie lange ihr letztendlich für den fertigen Pralinenkasten braucht, hängt ganz von eurer Entscheidungsfreude ab. Bei über 10.000 verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten kann es schon mal eine Weile dauern, sich auf maximal sechs davon festzulegen. Zumal es keine Empfehlung für geeignete Kombinationen gibt, wie das beispielsweise beim Erstellen einer eigenen Schokotafel der Fall ist. Hier werden im Editor Vorschläge angezeigt, welche Zutaten zur bereits getroffenen Auswahl passen. Bei den Pralinen gibt es solche Hinweise nicht. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass irgendeine der möglichen Kombinationen nicht gut schmeckt.

TIPP: Wenn ihr die Pralinen an einem bestimmten Tag verschenken wollt, dann bestellt rechtzeitig, denn die Herstellung kann mehrere Tage dauern. Vor Absenden der Bestellung wird die Herstellungsdauer angezeigt und bei meiner Bestellung wurde sie auch zuverlässig eingehalten. Dazu kommt noch die Zeit für den Postweg, der gerade vor Weihnachten gerne mal ein paar Tage länger dauern kann. Plant also lieber zu viel Zeit ein als zu wenig.

Zartschmelzende Preise und hübsche Verpackungen

Machen wir uns nichts vor: Der Preis ist heiß, auch bei Pralinen für die Lieben. Der Grundpreis für die Pralinenkästen von Chocri liegt bei 9,90 Euro für den kleinsten, 14,90 Euro für den mittleren und 24,90 Euro für den großen Kasten. Hinzu kommt der Preis für die gewählten Dekors, denn die kosten pro Sorte einmal extra. Je nach gewählter Zutat liegen die Preise dafür zwischen 10 und 90 Cent. Im günstigsten Fall zahlt ihr also 10,00 Euro für euren Kasten (4 Pralinen + 10 Cent für Deko), maximal sind 30,30 Euro (24 Pralinen + 6 x 90 Cent für Deko) möglich.

TIPP: Wenn der letzte Buchkauf mal wieder für Ebbe im Geldbeutel gesorgt hat, dann googelt für die Schokibestellung einfach mal nach Gutscheincodes. Es gibt so viele Gutscheinportale im Internet, dass ihr mit etwas Glück euren Bestellwert noch ein bisschen zum Schmelzen bringen könnt.

Bezahlen könnt ihr auf vielfältige Weise, unter anderem via PayPal, Kreditkarte oder Sofortüberweisung. Außerdem könnt ihr eurer Rechnung eine kleine Spende (bis zu 5 Euro) hinzufügen lassen. Unterstützt wird damit ein Kinderheim in der Elfenbeinküste.

Der Versand erfolgt per Post bzw. DHL. Die Versandkosten betragen innerhalb Deutschlands 3,90 Euro für den Standardversand, für entsprechend höheres Porto wird aber auch an Naschkatzen im Ausland geliefert. Ab einem Bestellwert von 30 Euro ist die Bestellung versandkostenfrei. Verschickt ihr eure Bestellung direkt an die beschenkte Person, könnt ihr für 1,90 Euro Aufpreis auch eine Grußkarte mit persönlichem Text beilegen lassen. Hier gibt es passende Motive von Ostern über Valentinstag bis zu Geburtstag oder einem einfachen »Danke«.

Meine Bestellung kam in einem robusten und stabilen Karton bruchsicher verpackt. Innen war er mit rotem Papier ausgeschlagen, sodass das Paket auch beim direkten Versand an den Beschenkten eine gute Figur macht. Die Pralinenkästen selbst sehen ebenfalls ansprechend aus und können mit einem eigenen kurzen Namen versehen werden.

TIPP: Wollt ihr jemanden mit den Pralinen überraschen, der mit euch in derselben Wohnung lebt, dann sorgt dafür, dass derjenige das Paket nicht zu sehen bekommt oder lasst eure Bestellung gleich an eine alternative Adresse liefern, damit euch das große Chocri-Logo auf dem Karton nicht die Überraschung verdirbt.

Und wie schmeckt’s?

Sowohl bei meinen Eltern als auch bei meinem Freund kamen die selbstkreierten Pralinen super an. Mein persönlicher Favorit – soweit ich kosten durfte – war die Zartbitterpraline mit Mandarinencreme und Schneeflockendekor. Meinem Freund gefiel Vollmilch mit Spekulatiuscreme und Kakaobohnensplittern am besten. Insgesamt schmeckte uns aber wirklich jede Kreation sehr gut. Damit waren die beiden Pralinenkästen als Geschenk ihren Preis für mich auf jeden Fall wert, denn solche besonderen Leckereien gönnt man sich sonst wohl eher selten.

Haltbar sind die handgemachten Pralinen nach Angabe von Chocri übrigens nur ca. 12 Wochen. Aber mal ehrlich: Wer es schafft, seinen Pralinenkasten drei Monate lang unangetastet zu lassen, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. 😉

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von

Baujahr 1990, Lektorin und Leseratte. Schreibt auf www.das-buecherei.de übers Lesen und das Leben mit Büchern.

3 Kommentare

  1. Hallo Moena.
    Obschon der Genuß von erlesener Literatur & feinen Schokoladen gefährlich sein kann – der gemeine Buchfleck! 🙂
    Denke, hier macht bereits die Zusammenstellung der Indi-Pralinen Spaß. Lukullische Idee.
    Besagter römischer Senator hätte sicher auch seine Freude an der Chocolaterie hier im Städtchen gehabt. Zumindest fällt es einem nicht sehr leicht, an den Auslagen v o r b e i zu schlendern. 🙂

    Dem Ei sind vermutlich die Augenbrauen nach oben gehuscht, während Ihr Euch durch die verschiedenen Sorten delektiert habt.

    bonté

    • Ich glaube nicht, dass jemand die Pralinen so lange in der Hand halten kann, dass er davon Schokofinger bekommt und Buchflecke hinterlässt. Zumindest hat's bei mir nie geklappt – die Pralinen waren immer viel zu schnell im Mund verschwunden.

      Eine Chocolaterie mit Schaufenster ist natürlich besonders gemein. Und dann so ganz ohne die lästige Lieferzeit, die einen vom Genuss des Süßkrams trennt … 😉

  2. Pingback: Monatsrückblick Februar 2015 – Das Bücherei

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