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Monatsrückblick Juni 2015

Und schon wieder ist ein Monat rum – ich fange meine Monatsrückblicke häufig mit Anmerkungen darüber an, wie schnell doch die Zeit vergeht, oder? Im Moment passiert aber auch einfach so furchtbar viel. Den Juni habe ich gefühlt in Möbelhäusern und beim Einrichtungsshopping im Internet verbracht. Neue Tapeten und Farben kamen an die Wände, die alte Schlafzimmereinrichtung wurde beseitigt und – nach zwei Wochen Gerümpelchaos und Schlafen auf dem Boden – das neue Schlafzimmer aufgebaut. Nur so viel: Es ist ein Traum. Nicht nur wegen der neuen Bücherregale. 😉

Gelesen

Lesetechnisch bin ich mit dem Juni trotz Renovierungsstress ganz zufrieden. Ich scheine mich in diesem Jahr auf vier Bücher pro Monat einzupendeln und das ist ganz okay so. Der Juni verlief dabei ohne zu große Höhen und Tiefen – ein ganz passabler Lesemonat also. Am meisten im Gedächtnis geblieben ist mir »Willkommen im Meer« von Kai-Eric Fitzner, von dem es heute tolle Neuigkeiten gab.

Neu auf dem SuB

Für die neuen Bücherregale gab es im Juni gleich eine ganze Menge Zuwachs. Der gewonnene Platz will schließlich auch genutzt werden. 😉 Diese sechs Bücher landeten bisher ungelesen auf dem SuB:

Ausblick

Wie ihr schon daran seht, dass der Monatsrückblick erst Ende des neuen Monats kommt, wird es auch im Juli eher gemächlich zugehen beim Bücherei. Zumindest, was das Bloggen angeht, denn abseits des Internets ist derzeit noch längst keine Beruhigung in Sicht. Die Renovierung geht weiter, das Wohnzimmer möchte noch fertig gestrichen werden, bevor im August die Möbel dafür ankommen, und als wäre das nicht schon genug, steht uns bereits das nächste Großprojekt ins Haus – aber über ungelegte Eier redet man ja besser nicht zu viel.

Was die Buchwelt angeht, kehrt ganz langsam meine Motivation zurück. Beim Lesen geistern mir wieder die ersten Sätze für Rezensionen durch den Kopf, die geschrieben werden wollen – ein Gefühl, dass ich lange nicht mehr hatte. Außerdem endet in diesem Monat mein Jahresbuchgewinn von ›Was liest du?‹ und meine drei Kisten mit ungelesenen Büchern quellen über mit Schätzen, die ich am liebsten alle gleichzeitig lesen würde. Bis von dieser Motivation auch hier auf dem Blog wieder etwas zu spüren ist, wird es sicherlich noch etwas dauern, aber es ist ein Anfang – und auch mit kleinen Schritten kommt man irgendwann ans Ziel.

Kategorie: Allgemein

von

Baujahr 1990, Lektorin und Leseratte. Schreibt auf www.das-buecherei.de übers Lesen und das Leben mit Büchern.

9 Kommentare

  1. Schön, mal wieder was von dir zu hören. 🙂 Für das Renovieren und Einrichten und auch für das nächste anstehende Großprojekt drück ich dir die Daumen. Und wenn ein bisschen Zeit zum Lesen und vielleicht auch noch zum Bloggen bleibt, freue ich mich sehr.

    Liebe Grüße, Tine

    • Du wirst es nicht glauben: Diesen Beitrag hatte ich schon vor zwei Wochen geschrieben und kam einfach nie dazu, ihn zu veröffentlichen, weil die Bilder noch zusammengestellt werden wollten. Heute war dann endlich mal ein Abend mit genug Ruhe dafür. 😉

      Das Renovieren ist momentan eigentlich schon wieder in den Hintergrund gerückt. Das Schlafzimmer ist soweit fertig (ein Bild muss noch an die Wand und das neue Bücherregal könnte noch etwas Füllmaterial gebrauchen – nicht dass Letzteres ein Problem darstellen würde …), das Wohnzimmer braucht noch seine Möbel, die aber hoffentlich am 11.8. geliefert werden. Die restlichen Pläne haben wir zum Großteil inzwischen verworfen, was mit dem neuen "Projekt" zu tun hat. Das wird aber erst nächstes Jahr im Herbst wirklich spruchreif. 😉

      Zum Lesen nehme ich mir momentan wieder verstärkt Zeit. Zum einen morgens und abends auf dem Arbeitsweg, zum anderen aber auch wieder mehr zu Hause auf dem Sofa und im Bett (unser neues Schlafzimmer ist ein herrlich gemütlicher Leseplatz geworden!). Das Bloggen zieht dann ab nächsten Monat hoffentlich ein bisschen nach. An der Motivation hängt es inzwischen zumindest nicht mehr. 🙂

  2. RoM sagt

    Salut, Moena.

    "Zeit-Vergänge sind in ihrer Sturheit allgegenwärtig; Zeit bimmelt einem immer durch's Geviert. Würde jetzt nicht allzu stören, wären wir nicht andauernd davon bestroffen."
    (Samaire & Saoirse O'Boinor)

    In besondere Weise erfreut mich die Nachricht von Kai-Eric Fitzner, wie der Umstand, daß seiner Familie die Sorgensteine von der Seele gekippt sind. Und weil ich sein Buch gern verschenkt habe, freut mich die Wende, daß "Willkommen im Meer" jetzt einen ordentlichen Verlag bekommen hat, umso mehr. Allons-y!

    Wenn einem Sätze, die geschrieben werden wollen, die Aufwartung machen, dann ist es höchste Zeit den Damen & Herren Wort die Gastfreundschaft zu öffnen. Es sich gemütlich machende Inspiration, sozusagen.

    Vom Neu-SuB jetzt wäre ja "Nacht ohne Namen" mein persönlicher Neugier-Günstling.

    Allerspätestens mit dem Eintreffen der Salon-Garnitur dürfte dann auch das Ei aus seiner Sommerfrische zurückkehren, um mit geübtem Blick sein ok zu geben*

    Apropos Füllmaterial fürs Regal: In den Siebziger/Achtziger konnte man/frau sich für die repräsentative Wohnzimmerwand auch Buchrücken-Attrappen zulegen. Geschmacksrichtung "Klassik", "Bestseller" oder "Zeitgenössisch".
    Dem Ei wäre damals garantiert die Schale geplatzt…

    bonté

    * danach wird er wohl ausgiebig damit beschäftigt sein, seine Socken zu waschen

  3. Hallo RoM,

    etwas verspätet gibt es auch hier noch eine Antwort zu deinen Gedanken. Mich freut es natürlich ebenso, dass »Willkommen im Meer« nun auch noch einen Verlag gefunden hat. Dass Droemer Knaur das Buch noch in diesem Monat in die Buchhandlungen bringt, heißt wohl, dass auch nicht allzu viel daran verändert wurde. Zumindest das Cover scheint bekannt, erweitert um den Verlagsschriftzug.

    Die Damen und Herren Wort nutzen meine Gastfreundschaft schon freudig aus. Jedenfalls tummeln sie sich auf diversen virtuellen Notizzetteln. Wenn sie sich jetzt noch in eine vernünftige Reihenfolge begeben würden, wären sie sozusagen ausgehfertig.

    Der Neu-SuB ist inzwischen zwar nicht mehr ganz so neu, aber »Nacht ohne Namen« steht in meiner Gunst auch recht weit oben. Allerdings war mir das Buch bisher zu dick fürs Herumtragen in der Tasche und für ein Zweitbuch (eins für die U-Bahn und das zweite für zu Hause) fehlte mir in den letzten Wochen etwas die Konzentration. Da blieb ich doch lieber in den mehr oder weniger geordneten Bahnen eines Einzelbuchs. Aber demnächst winkt etwas Freizeit in Form von Urlaub, da dürften Umfang und Gewicht des Lesestoffs nicht mehr ganz so große Rollen spielen. 😉

    Was die Buchrücken-Attrappen angeht: Ich bin mir sehr sicher, dass es so was auch heute noch gibt. Und dass es Menschen gibt, die so was ins Regal stellen. Ich erinnere mich daran, dass meine Eltern einen ganzen Satz Plastikhüllen für Videokassetten in der Anbauwand ausstellten, die von außen einem alten Lederfolianten nahe kamen. Der Inhalt dürfte allerdings wohl weniger hochwertig gewesen sein. Das Ei* und ich bevorzugen dann doch lieber echte Bücher, am besten schön bunt durcheinander in allen Farben und Größen, das macht ein Regal gleich viel interessanter fürs Auge. 😉

    Liebe Grüße und eine schöne Woche!

    * das übrigens ganz und gar unbestrumpft durchs leben eiert. Was soll man auch mit Socken, wenn man keine Füße hat?

    • RoM sagt

      …möglicherweise führt das Ei auch Mental-Socken mit sich herum, damit seine frisch ausgebrüteten Gedanken nicht, im konisch zulaufenden Kopf, an Unterkühlungen leiden.

      Anmerkenswert noch: Heute gegen Mittag hielt ich Deine derzeitige Lektüre auch schon in Händen. Entschieden habe ich mich dann für Marc Levy…

      bonté

    • Unterkühlung herrscht in diesem Kopf mit Sicherheit nie. Dafür gibt es da zu viel Bewegung und Reibungswärme, fürchte ich. Dass das Ei unter der Schale da immer noch roh bleibt, ist eigentlich ein Wunder.

      Ich hab von meiner derzeitigen Lektüre bisher erst 115 Seiten gelesen, aber so weit kann ich das Buch schon mal empfehlen. Für mich, die ich ungewöhnliche Protagonisten mit besonderen »Macken« liebe, scheint es bisher perfekt. Mal schauen, ob ich das am Ende auch noch sage.
      Von Marc Levy habe ich bisher übrigens noch nichts gelesen. Gibt es da was besonders Empfehlenswertes?

    • …auf Marc Levy bin ich durch die Verfilmung seines Debüts gekommen, "Solange du da bist". Ein ähnlich phantastisches Element (Zeitreise) nimmt er auch in seinem aktuellen Roman "Mit jedem neuen Tag" wieder auf; und mit den Varianten der Phantastik kann man/frau mich ja durchaus ködern. 🙂

      Hm…ich tippe darauf, daß Ei gern wie ein rohes Ei behandelt werden will…

      Die Lilly-Schnappschüße wissen doch immer wieder zu erfreuen (Liferanteninspektion!). Bei dem Blatt Papier als Liege vermute ich, daß die weiße Fläche ihr einfach Kühle versprach.

      bonté

    • Von der Verfilmung meine ich mal etwas gehört zu haben. Gesehen habe ich den Film aber nicht. »Mit jedem neuen Tag« klingt vom Klappentext her allerdings interessant. Wäre eine Überlegung wert.

      Lilli legt sich auch bei kühleren Temperaturen auf alles, das flach, rechteckig und irgendwie papierartig aussieht. Jahreszeitenunabhängig. Aktuell hat sie allerdings Gefallen an der neuen Wohnzimmereinrichtung gefunden: Esstisch und Couch stehen gerade hoch im Kurs. Dazu ein möglichst leidendes Gesicht, damit Mensch aus Mitleid und »Ich kann das gar nicht mit ansehen!« hier und da ein Tellerchen Katzenmilch springen lässt …

    • …die Verfilmung läuft mehr auf der romantic comedy Schiene – in sich gelungen. vor allem, weil Mark Ruffalo ein Gespür für solche Stories hat.

      Da hat es Dein Fleckentiger offenbar mit der Reinheit & Übersichtlichkeit von Blattpapier. 🙂
      Nun, das neue Inventar ihres Reviers muß ja auch ordentlich in Besitz genommen werden. "Alle mein!" Nicht zu vergessen, daß derart viel Arbeit eine Katze zu schwächen versteht. Mich-Häppchen sind da gerade das Richtige.
      Was für ein Glück, daß Lordschaft Ei diesbezüglich anders gestrickt ist…

      bonté

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