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Bücherei reloaded – Das Ei in neuer Schale

Das Bücherei startet verspätet ins neue Jahr

Seit gefühlten Ewigkeiten war nichts mehr los beim Bücherei. Fünf Monate lang kein neuer Beitrag – mal wieder. Aber jetzt sind Buck und ich zurück: In neuem Gewand und mit neuem Elan. 🙂

2016 war alles andere als mein Bloggerjahr. Magere 16 Beiträge habe ich geschrieben. Nein, ich habe nicht die dritte Stelle der Zahl vergessen, es waren wirklich nicht mehr. Mehrmals habe ich versucht, wieder ins Bloggen hineinzufinden, aber jedes Mal kam dann doch wieder das Leben dazwischen – in dem hat sich im Gegensatz zum Blog nämlich im letzten Jahr so einiges getan.

Was bisher geschah …

Anfang 2016 habe ich eine wichtige Entscheidung für mein weiteres Berufsleben getroffen: Weniger zu arbeiten, zumindest in meinem Hauptberuf. Nebenbei mache ich mich nun gerade selbstständig, als Texterin und Lektorin. Damit habe ich mir zwei Wünsche erfüllt: Weniger starre Arbeitszeiten und wieder mehr Textarbeit, die mir in meinem Hauptberuf inzwischen ein wenig fehlt. Ein kleines Heimbüro habe ich mir dafür auch gerade eingerichtet:
Home Office einrichten mit IKEA

Umzug, die erste: in die eigenen vier Wände

So ein Heimbüro braucht natürlich auch Platz. In unserer beengten Zweiraumwohnung in Berlin-Schöneberg wäre das undenkbar gewesen. Schon lange hatten wir deshalb den Wunsch nach mehr Wohnraum und der eine oder andere wird es schon mitbekommen haben: Wir haben ein Haus gebaut. Gut, wir haben bauen lassen. Aber letztes Jahr gab es trotzdem genug zu entscheiden, zu besichtigen, zu prüfen … und im Dezember schließlich auch zu packen!

Kurz vor Weihnachten konnten wir endlich in unsere eigenen vier Wände am Stadtrand von Berlin umziehen, auf die wir seit eineinhalb Jahren hingefiebert hatten. Inzwischen ist das drei Monate her und ich fühle mich in unserem kleinen gelben Reihenhäuschen jetzt schon mehr zuhause, als ich es in Schöneberg in den ganzen drei Jahren davor getan habe. Natürlich ist noch lange nicht alles fertig. Es bleibt erst einmal vieles leer, wenn man von einer Zwei-Zimmer-Wohnung in ein Vier-Zimmer-Haus umzieht, die Wände sind auch noch alle jungfräulich weiß und auf den Böden fehlt noch der eine oder andere Teppich. Ein Bücherzimmer gibt es aber schon – inklusive zebragestreiftem Bücherregal:
Neues Bücherregal im Zebralook

Die drei dunkelbraunen Regale hatten wir schon aus unserer alten Wohnung mitgebracht. Als sie nach dem Umzug an ihrem neuen Platz standen, habe ich als Buchnerd natürlich auf den ersten Blick erkannt, dass die Wand noch genau für zwei weitere Billy-Regale Raum bietet. 😉 Und weil im neuen Haus nichts mehr an die Dunkelheit der alten Wohnung erinnern soll, kauften wir kurzerhand zwei weiße Billys und machten eine gestreifte Bücherwand daraus. Abgesehen davon ist das Lesezimmer leider noch ziemlich leer, aber dazu ein andermal mehr.

SuB war gestern!

In meinem neuen Domizil fühle ich mich so wohl wie schon lange nicht mehr. Und wer sich wohlfühlt, geht auch viel lieber seinen Hobbys nach. Außerdem hatten wir bis vor Kurzem noch keinen Internetanschluss im Haus, also mussten zur Abwechslung andere Beschäftigungen her als Netflix und Youtube. Kurz gesagt: Ich lese seit dem Umzug wieder mehr. Waren es 2016 nur 31 gelesene Bücher, sind es im neuen Jahr schon jetzt über ein Drittel davon. Dazu trägt auch der längere Arbeitsweg bei. Das eine oder andere Mal hätte ich schon fast meine S-Bahn-Station verpasst, weil ein Buch gerade spannend wurde …

Und weil ich hier keine Buchhandlung mehr in der direkten Nachbarschaft habe, an der ich nach Feierabend mal eben vorbeispazieren kann, hat auch mein Stapel ungelesener Bücher den neuen Lesehunger zu spüren bekommen. Ratzeputz leergelesen ist er!
SuB-Abbau beim Bücherei

Tatsächlich musste ich vor ein paar Wochen auf der Heimfahrt schon einen kleinen Umweg für einen Notkauf machen und spontane E-Book-Käufe werden in Zukunft wohl auch nicht ausbleiben, um mich vor akutem Lesestoffmangel zu bewahren. Meine Wunschliste ist dann wohl die Nächste, der es an den Kragen geht. 😉

Umzug, die zweite: von Blogger zu WordPress

Mit dem gestiegenen Lesehunger kehrte nach und nach auch die Lust aufs Bloggen zurück. Beim Lesen kommen mir wieder Sätze und Themen für Rezensionen in den Kopf und es kribbelt in den Fingern, diese auch aufzuschreiben. Aber irgendwie passte es einfach nicht mehr mit mir und dem Bücherei.

Beruflich arbeite ich inzwischen öfter mit WordPress und habe mich an die Funktionen und Extras gewöhnt, die man dort zur Verfügung hat. Außerdem stieß mich meine Kollegin auf ein Blogtheme, das mir auf den ersten Blick super gefiel und so war der Entschluss von jetzt auf gleich gefasst: Nach dem Umzug ins eigene Heim sollte auch das Bücherei umziehen – von Blogger zu WordPress, von »Sorbet« zu »Zuki«. Nach einigen Tagen des Probierens und Bastelns könnt ihr heute nun das Ergebnis bewundern. 🙂

Mit dem Blog ist es allerdings wie mit dem Haus: Es ist noch längst nicht alles fertig und es wird sicher noch ein Weilchen dauern, bis alles passt. Da wollen Kategorien gefüllt und Beiträge neu verschlagwortet, alte Posts an das neue Design angepasst und wieder lesbar gemacht werden. Also schaut am besten noch nicht so weit über die Startseite und diesen Post hinaus. 😉

Aber was sagt ihr: Gefällt euch das ›neue‹ Bücherei und habt ihr Lust, in Zukunft wieder mehr hier zu lesen?

Kategorie: Allgemein

von

Baujahr 1990, Lektorin und Leseratte. Schreibt auf www.das-buecherei.de übers Lesen und das Leben mit Büchern.

14 Kommentare

  1. Also ich find’s super. 🙂 Und wie leicht der Umzug eigentlich ging, wenn man mal so drüber nachdenkt. Selten so wenig technische Probleme gehabt. 😀 Wenn das im Beruf jetzt auch noch so wäre … Ach ja, gern geschehen übrigens. 😛

    • Ja ja, danke für deine technische, äh, Projektleitung. 😉 Und stimmt, ich war insgeheim auch ein bisschen erstaunt darüber, wie reibungslos das alles geklappt hat. Aber vielleicht haben wir die Probleme auch nur noch nicht entdeckt. 😀

  2. Ich freue mich von dir zu lesen. Schön, dass du wieder da bist! Ich werde natürlich gerne bei dir reinschauen.

    Vielleicht sollte ich das Internet auch Mal eine Weile abschalten und mich dem SuB widmen…

    Liebe Grüße
    Julia

    • Und ich freue mich, dass du wieder hier vorbeischaust! 🙂 Das Internet eine Weile abzuschalten, war definitiv erholsam, nicht nur für den SuB. Zumindest am Anfang – nach zwei Monaten war es dann aber doch irgendwann lästig. 😉

      Du hast auch irgendwann in meiner Abwesenheit dein Blogdesign geändert, oder? Ich finde es jedenfalls sehr hübsch!

      • Dass es ganz erholsam war glaube ich sofort. Ich versuche auch in letzter Zeit etwas weniger Zeit online zu verbringen.

        Anfang letzten Jahres hab ich ja einen neuen Blog mit neuem Namen gestartet und Anfang diesem Jahres habe ich dem ganzen ein neues Design verpasst. Schön, dass es dir gefällt 🙂

      • Dein neues Design gefällt mir wirklich gut. Ich bin ja gerade auf den Geschmack gekommen, was weiße Themes angeht – vorher war ich immer eher ein Fan von bunt oder zumindest ein bisschen Farbe, aber irgendwie war das nicht mehr das Richtige. Außerdem beweist du, dass auch ein E-Reader fotogen sein kann und man nicht jedes Buch gedruckt kaufen muss, um schöne Fotos für den Blog zu machen. 🙂 Da ich jetzt keine Buchhandlung mehr um die Ecke habe, werde ich in Zukunft wohl auch wieder öfter E-Books lesen.

  3. Hallo Jasmin,

    herzlichen Glückwunsch zum neuen Blogoutfit und wow, das ist echt sehr schön geworden! Sieht aus, als wäre Zuki für Buchblogs gemacht worden:)

    Grüße aus Potsdam
    Anja

    • Hehe, ja, das dachte ich auch. Ich habe es gesehen und direkt vor meinem geistigen Auge durchgespielt: »Hier Rezensionen, da Zitate und daneben noch …« 😀 Nochmals vielen lieben Dank an dich für den Tipp! 😉

  4. RoM sagt

    Bonsoir, Moena.

    „Wünsche, die wahr werden, weil du an & mit ihnen arbeiten kannst, sind die langlebig fruchtenden; ein Baum im Garten der Vorstellung.“
    (Florance Ippdit)

    Mein Glückwunsch zum Heimbüro; offensichtlich ist Dein Treppenaufgang gut von Gustave der Monstera bewacht… 🙂
    Der Blick auf die Terrasse ist dann auch nicht ohne!

    Yep, die eigenen vier Wände bergen gleich ein völlig anderes Wohngefühls; man/frau verfügt nun über ein Königreich. Apropos – Eure Samtpfote wird wohl nach ausgiebiger Erkundung einen Lieblingsplatz inthronisiert haben, denke ich.

    Den Büchern ist übrigens die Ellbogenfreiheit anzusehen, müssen sie doch nicht mehr befürchten die Buchkante des Nachbarn ins Auge gerammt zu bekommen. Ich nehme an, dass Ei die Bibliothek geprüft & abgenommen hat…

    Irgendwie kommt mir „die Furcht des Buches vor dem heruntergelesenen SuB“ in den Sinn – zumindest bei dem Foto.

    Anzunehmen, dass Ei ein Plakat mit der Aufschrift „Work in progress“ irgendwo aufgehängt hat & nun täglich mit Werkzeugkasten, Blaupausen & Ölkännchen durch die Etagen stromert.
    Wobei man/frau ihn auch oft auf der Lunchbox sitzen sieht, Stulle & Limo nicht abgeneigt. Ist eben auch ein Lebe-Ei!

    Hohe Musenfrequenz noch als Wunsch.

    bonté

    • Hach, „ein Baum im Garten der Vorstellung“ – das gefällt mir ausgesprochen gut! Mein „Baum“ und Treppenbewacher Nummer eins heißt übrigens Hugo und hat trotz meines nicht allzu grünen Daumens inzwischen schon fünf Jahre und zwei Umzüge auf dem Buckel bzw. auf dem Stamm. Die Investition in diesen grünen Mitbewohner hat sich also seinerzeit gelohnt. Ich hoffe, er dankt mir, dass ich ihm dafür einen sonnigeren Platz im 2. OG geschenkt habe. 😉

      Lilli hat inzwischen diverse Lieblingsplätze in verschiedenen Räumen gefunden. Es kommt vor, dass ich sie den halben Tag nicht zu Gesicht bekomme, weil sie oben auf dem Schreibtischstuhl schlummert. Bis sie dann wahlweise vom Knurren ihres Magens oder vom Kitzeln der letzten Sonnenstrahlen in der Nase geweckt wird. Oder von einem akuten „Ich brauche jetzt Gesellschaft“-Gefühl.

      An Platz für Bücher mangelt es gerade tatsächlich ausnahmsweise mal nicht. Gestern habe ich noch ein Regal oben im Büro in Betrieb genommen, das jetzt sämtliche Hobbybücher beherbergt. Im Bücherzimmer dürfen sich die Romane also zukünftig noch weiter ausbreiten und müssen sich den Platz nicht mehr teilen. Ich meine, ein erleichtertes Durchatmen aus Richtung der Regalwand wahrgenommen zu haben, als ich die Hobbybücher ein Stockwerk höher trug. 😉

  5. Das Gefühl, dass das Blogdesign irgendwann nicht mehr das richtige ist, kenne ich. Der eigene Geschmack verändert sich ja auch einfach im Laufe der Zeit.

    Ich habe meinen E-Reader erst seit Weihnachten und hab mir auch Gedanken darum gemacht, wie ich das mit den Bildern mache. Parallel fürs Bild das Printbuch aus der Bibliothek ausleihen? Coverbilder vom Verlag verwenden? Schien mir beides irgendwie keine Lösung die mir gefallen hat.

    • Eben, die Varianten gefielen mir auch nicht. Aber du hast das ja gut gelöst. Ich werde mal versuchen, mir ein Beispiel daran zu nehmen und meinen Kindle bei der nächsten E-Book-Rezension auch ein bisschen hübscher in Szene zu setzen. Mal schauen, ob es klappt. 😉

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