Alle Artikel mit dem Schlagwort: Gastbeitrag

[REZENSION] Horst Evers: Der König von Berlin

Ein Gastbeitrag von PhanThomas. Horst Evers Der König von Berlin Rowohlt, 2014 Taschenbuch Seiten: 384 ISBN: 978-3-499-25952-4 Manchmal kommt man ja vom Hölzchen aufs Stöckchen, wie das eben so ist im Leben. So ging es mir letztens auch mal mit Büchern. Ich hatte Urlaub und wollte was Beschwingtes lesen. Machte ich dann auch, und kaum hatte ich ein Buch durch, empfahl mein E-Reader mir was Ähnliches, das ich uuunbedingt lesen müsse, und weil ich ja Konsumopfer bin, machte ich das natürlich. So landete ich schließlich bei Horst Evers, dessen Geschichtensammlung »Für Eile fehlt mir die Zeit« sich so erfrischend las, dass ich mich endlich an »Der König von Berlin« wagte, den ersten Krimi aus Evers’ Feder. So viel gleich vorweg: zum Glück! Der frischgebackene Hauptinspektor Lanner hat es als Landei aus Cloppenburg nicht leicht im Berliner Polizeialltag. Kollegen verhohnepiepeln ihn aufgrund seiner ländlichen Herkunft, wo’s eben geht, und selbst Passanten schicken den offenbar Zugezogenen bei Wegfragen gerne mal ans Ende der Welt, statt direkt ans Ziel – wie man das in Berlin eben so macht. …

[REZENSION] Christian Eisert: Kim & Struppi – Ferien in Nordkorea

Ein Gastbeitrag von PhanThomas. Christian Eisert Kim & Struppi – Ferien in Nordkorea Ullstein, 2014 E-Book 320 Seiten ISBN: 978-3-8437-0702-2 Es gibt so Dinge, die man im Leben mal gemacht haben sollte, bevor eines Tages der Deckel auf die Holzkiste kommt: Aronal und Elmex verwechseln beispielsweise, eine Vollkaskoversicherung abschließen und dann blind rückwärts einparken, oder in der laufenden Hotelzimmerdusche kalte Cola trinken (Check!). Wer seine Liste bereits durch hat, oder für wen all das kalter Kaffee ist, der könnte mal so was Verrücktes machen wie Ferien in Nordkorea. Der TV-Autor und Satiriker Christian Eisert hat sich diesen kleinen Traum erfüllt und seine Erlebnisse in einem bunten Büchlein mit dem lockerflockigen Namen »Kim & Struppi — Ferien in Nordkorea« niedergeschrieben. Alles fängt 1988 in Ostberlin an. Als an Eiserts Schule eine nordkoreanische Delegation zu Besuch kommt, hört er von einer großen regenbogenfarbenen Wasserrutsche, die der »Große Führer« Kim Il-sung für die Landeskinder errichtet haben soll. Der Gedanke an die Wasserrutsche bleibt hängen, und 25 Jahre später ist es so weit: Zusammen mit seiner Bekannten, der Journalistin …

Testbericht zum E-Reader tolino shine

Gastbeitrag von PhanThomas tolino,  so  weit  das  Auge  reicht Verpackung im Schuber Am tolino kommt man nicht vorbei, wenn man dieser Tage einen Buchladen betritt. Wer nicht schaut, wo er hinläuft, stolpert spätestens nach zehn Schritten über einen Präsentationstisch mitsamt eingeschaltetem Gerät – zumindest ist das bei Thalia so. Die aggressive Fernsehwerbung tut derzeit ihr Übriges. tolino shine in aller Munde also, aber ist die viele Werbung auch gerechtfertigt oder doch eher notwendig? Nun, auf den ersten Blick ist der tolino shine ein sehr unaufgeregt gestaltetes Gerät. Zuerst sagte mir die schlichte Optik samt braun-grauem Farbton so gar nicht zu, doch kaum nahm ich das Ding selbst in die Hand, änderte sich das schlagartig. Der tolino ist hervorragend verarbeitet. Keine überstehenden Kanten, ausgezeichnete, leicht samtene Haptik, die das Gerät sehr griffig macht, nichts klappert oder wackelt. Da macht schon das Anfassen allein Spaß. Insgesamt kommt der Reader mit drei Tasten aus: Der Ein-Aus-Schalter und eine kleine Taste zum An- und Abschalten der eingebauten Beleuchtung am oberen Rand, außerdem bringt ein Home-Button unterhalb des Bildschirms den …