Alle Artikel mit dem Schlagwort: Marie-Sabine Roger

Für die S(ch)atzkiste #112

»Wenn man mal damit anfängt, sein Herz auszuschütten, weiß man nie, wo einen das hinführt. Man meint, man packt zwei, drei Sachen aus und nichts weiter, aber das ist, wie wenn man Seife auf die Treppe geschmiert hat: ein Schritt zu viel und bums, schon liegt man unten, total im Eimer, weil man so viel gesagt hat.« (Marie-Sabine Roger: »Das Labyrinth der Wörter«)

Für die S(ch)atzkiste #53

»Die Gewohnheiten der Leute kennt man erst, wenn man die Leute kennt. Beim ersten Mal hat man noch keine Ahnung, wie es weitergeht. Man weiß nicht, ob man sich lieben, ob man sich später einmal an den ersten Tag erinnern wird. Ob man sich am Ende beschimpfen oder sogar prügeln wird. Oder ob man Freunde wird. Und die vielen anderen Oders und Wenns. Und die Vielleichts. Die Vielleichts, das sind die Schlimmsten.« (Marie-Sabine Roger: »Das Labyrinth der Wörter«)